Ersatzgeschwächte Bremer, die auf Stammkeeper Pavlenka und Kapitän Toprak verzichten mussten, bleiben in der Erfolgsspur. Maßgeblich helfend war der frühe Führungstreffer durch Marvin Ducksch, der im zweiten Anlauf aus Nahdistanz traf (6.). DIe Bremer zeigten sich spielbestimmend und ließen dem Schlusslicht nur selten Raum zur Entfaltung. Doch meist war kurz vor dem Strafraum Schluss, sodass das Spiel bis kurz vor Ende offen blieb. Erst dann traf Youngster Eren Dinkci nach glücklichem Querpass von Assale zur Entscheidung (87.).
2. Bundesliga, 7. Spieltag
Werder Bremen (6.) - FC St. Pauli (1.) … 0:2
Der Spitzenreiter bleibt in der Spur und gewinnt das wichtige Spiel in Bremen. Eine von Vorsicht geprägte erste Hälfte brachte nur wenige Torchancen auf beiden Seiten, mehr Ballbesitz hatte der Gast. Nach der Pause nahm die Partie dann Fahrt auf. Burgstaller schloss einen schnellen Angriff zum 0:1 ab (54.). Werder reagierte und kam zu mehreren Ausgleichschancen. Doch unter anderem Bittencourt (60.) und Ducksch (73.) scheiterten an überragenden Paraden von Gästekeeper Smarsch. Der Gast kam weiterhin aber ebenso vors Tor. Kurz vor Schluss war es dann Joker Kyereh, der die Werderaner erneut schockte und zum 0:2-Endstand traf.
Schon das erste Tor dieses Spiel war Sinnbild für den Wahnsinn, der folgen sollte. Bereits in der siebten Minute traf Werders Torjäger Ducksch phänomenal per Hacke. Die Hausherren fanden jedoch gut zurück ins Spiel und Michel glich aus (28.). Die Pausenführung schnappte sich aber Werder nach Friedls Kopfballtor (34.). Youngster Dinkci erhöhte kurz nach der Pause und schien schon für die Vorentscheidung gesorgt zu haben. Srbeny jedoch verkürzte im direkten Gegenzug und sorgte in der Schlussphase für den umjubelten 3:3-Ausgleich. Joker Füllkrug aber hatte das letzte Wort und traf spät zum Sieg für Werder (86.).
Werder Bremen verschläft weite Teile des Nordderbys und steht am Ende mit leeren Händen da. Der HSV war vom Anstoß an wacher, aggressiver und tonangebend. Torjäger Glatzel traf nach rund zwanzig Minuten dann mit fulminantem Schuss zur Gästeführung. Die Bremer kamen nur schwerlich in die Gänge und waren immer wieder einen Schritt zu spät. So war auch Glatzels zweiter Treffer noch vor der Pause nicht unverdient. Im zweiten Durchgang versuchte Werder zwar mehr, wirkliche Chancen gab es aber nicht. Erst als Ducksch aus dem Nichts verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung. Doch auch nach Gyamerahs Platzverweis bekamen die Hausherren keine Ausgleichschance mehr.
Was hat der Gyamerah sich denn vorher alles geleistet, dass er dafür dann die Ampelkarte bekommt?! Da muss der Ref ja komplett den Kaffee auf gehabt haben ;-)
Mit einem Kraftakt dreht Werder Bremen das Spiel in Karlsruhe und bleibt auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen. Die Gäste waren das spielerisch bessere Team, der KSC hatte aber die erste Megachance, als Kaufmann vor dem leeren Tor nur den Pfosten traf und Kother im Nachschuss an Pavlenka scheiterte. Mit dem Halbzeitpfiff machte es Kaufmann besser und traf nach Querpass von Wanitzek zum 1:0. Werder kam nach der Pause zu mehreren guten Chancen, ehe Gruev schließlich ausglich (76.). Beide Teams gingen nicht auf Sicherheit und letztlich war es Joker Füllkrug, der im Anschluss an einen Standard abstauben und Werder zum Sieg schießen konnte.
Das mit Spannung erwartete Absteiger-Duell enttäuschte über weiten Strecken. Sah es anfangs noch danach aus, als belauerten sich beide Teams vorsichtig, nahm das Spiel nie wirklich Fahrt auf. Folgerichtig stand am Ende auch eine Nullnummer. Schalke hatte seine beste Gelegenheit kurz nach der Pause, als Terodde an einer tollen Pavlenka-Parade scheiterte. Für Werder legte sich Ducksch aussichtsreich allein vor dem Tor den Ball zu weit vor und kam gar nicht zum Abschluss. In der Schlussminute scheiterte der eingewechselte Assale dann an Fährmann. Immerhin wahren beide den Anschluss an die Spitzenplätze.
Werder Bremen spielt nach atemberaubender erster Halbzeit beim Tabellenletzten in Regensburg nur Remis und verliert etwas den Anschluss an die Spitzenplätze. Die Hausherren zeigten sich dabei extrem kampf- und spielfreudig und schnupperten zwischenzeitlich auch am Sieg. Werder ging früh durch einen fulminanten Bittencourt-Schuss in Führung (15.). Binnen vier Minuten drehten Caliskaner und Guwara das Spiel für Regensburg. In der Schlussphase wurde es dann wild: Erneut Bittencourt glich für Werder aus, Dinkci brachte den Gast sogar in Führung. Doch per Seitfallzieher glich Zwarts erneut aus. Nach dem Wechsel konnten beide das hohe Tempo nicht aufrechterhalten und es blieb beim 3:3.
Hannover siegt schmeichelhaft in Bremen und bleibt an der Spitze. Einer gähnend langweiligen ersten Hälfte ohne eine einzige ernstzunehmende Torchance folgte ein spannenderer zweiter Durchgang. Werder machte den Anfang, doch Ducksch scheiterte an Hansen, Dinkcis Schuss wurde von der Linie gekratzt. Dann näherte sich Hannover an. Hinterseer verzog zunächst, staubte wenig später nach Ernst-Schuss aber zum 0:1 ab (67.). Werder reagierte mit wütenden Angriffen, kam zu mehreren Ausgleichschancen, verließ den Platz trotz 15:6-Torschüssen am Ende trotzdem als Verlierer.
Durch einen spät erarbeiteten Sieg in Rostock kehrt Werder Bremen nach drei Spielen in die Erfolgsspur zurück. Schnell lenkte Niclas Füllkrug das Spiel per Kopfballtor in die für die Gäste richtigen Bahnen (2.). Doch der spielerischen Überlegenheit ließ Werder lange Zeit keine Chancen folgen. Erst kurz vor der Pause wurde es überhaupt noch einmal gefährlich. Der Aufsteiger selbst blieb lange komplett harmlos. Dann traf Joker Streli Mamba nach Konter urplötzlich zum Ausgleich und stellte Werder vor eine schwierige Aufgabe (75.). Der schnelle Eren Dinkci setzte sich in der vorletzten Minute dann clever über links durch, zog nach innen und traf zum Gästesieg.
Wie krass ich während des Videos einfach durch das 1:0 in ein komplett falsches Jahrzehnt katapultiert wurde
Nachdem ich aber meinen Lieblings-22er nicht gefunden habe und das relativ späte 1:1 durch Mamba fiel, habe ich mit dem nächsten ernüchternden Ergebnis gerechnet.
Umso schöner, dass es am Ende doch zum Sieg gereicht hat und du einfach im erweiterten Kreis des Aufstiegs geblieben bist.
Gerechtes Unentschieden zwischen dem 7. und 5. der zweiten Liga. Der Däne Möller-Daehli brachte den Gast schon nach vier Minuten mit krachendem Schuss in Führung. Doch Werder zeigte sich unbeirrt und glich durch Ducksch noch vor der Pause aus (35.). Bittencourt hätte direkt darauf zur Führung treffen müssen, scheiterte aber an Mathenia. Auch die zweite Halbzeit dominierte Werder über weite Strecken, Chancen blieben aber aus. So war es der eingewechselte Köpke, der für Nürnberg die große Siegchance hatte. Er scheiterte aber freistehend an Pavlenka, der seinem Team den Punkt sicherte.
Dank dreier Standard-Tore besiegt Werder Bremen den Vorletzten Ingolstadt deutlich. Leonardo Bittencourts Ecken waren Gold wert in dieser schwerfälligen Partie und so servierte Werders Zehner in der ersten Halbzeit sowohl das Kopfballtor von Niclas Füllkrug (22.), als auch wenig später das von Milos Veljkovic (31.). Davon ab passierte herzlich wenig vor den Toren. Lars-Lukas Mai erhöhte Mitte der zweiten Halbzeit dann erneut nach Bittencourt-Ecke (65.). Im direkten Gegenzug verkürzte Schmidt zwar noch einmal für den Gast, Roger Assale stellte in der Nachspielzeit jedoch den 1:4-Endstand her.
Hannover schwächelt gegen Aue, Schalke verkürzt den Rückstand
Der HSV gewinnt das Hamburger Derby und überholt den Stadtrivalen
Zeichen und Wunder? Werder Bremen verpflichtet tatsächlich einen Sechser: Der zuletzt vereinslose 2-Meter-Hüne Kalidou Sidibé wechselt sofort an die Weser. Im Gegenzug wird die Leihe von Roger Assalé beendet und der Stürmer wechselt nach Utrecht.
Im Ergebnis zwar zu deutlich, insgesamt aber aufgrund der besseren Chancen verdient, gewinnt Werder Bremen in Heidenheim. In den Anfangsminuten hatten die Hausherren Oberwasser, kamen mehrfach zum Abschluss, fanden ihren Meister aber in Gästekeeper Pavlenka. Der Gast machte es besser und schlug nach zwei Gegenstößen doppelt zu: Zunächst traf Füllkrug (14.), eine Minute später knallte Schmid das Leder aus ähnlicher Position in die Maschen. Im Anschluss spielte Heidenheim zwar vernünftig mit, die Chancen aber hatte weiter der Gast. Doch erst in der Nachspielzeit entschied Füllkrug das Spiel dann endgültig.