Israel - Palästina - Iran "Konflikt"

Sorry, immer noch nicht genügend Zeit für eine ausführliche Antwort auf offene Fragen in diesem Thread. Wobei ich mir immer weniger sicher bin, ob das als Debattenbeitrag - und nicht nur als Vorlage für weitere Resentiments - überhaupt gewünscht wäre. Was ich bereits im "Doku"Thread schrieb:

hat sich ebendort ja auch gezeigt.

Weil ich selbst den Arbeitsaufwand gerade nicht leisten kann, verlinke ich einen very long read von Daniel Rotstein.

Er beginnt mit diesem Absatz:
„Wurde schon alles gesagt , nur noch nicht von jedem? Im Fall der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung über den Gaza-Krieg ist dies eine naheliegende Einschätzung. Vor allem in der Jüdischen Allgemeinen erschienen in den letzten zwei Jahren immer wieder (etwa hier) Texte zu einer ideologischen Schlagseite in den Redaktionen des ÖRR, aber auch anderer Medienorgane. Diese wurden von der weiteren Presselandschaft allerdings ignoriert . Erst auf die Entscheidung, den Hanns-Joachim Friedrichs-Preis an die ARD- Korrespondentin Sophie von der Tann zu vergeben, und der scharfen Kritik daran durch Esther Schapira (hier) und Lorenz S. Beckhardt (hier), zwei langjährigen ÖRR-Journalisten, folgte ein breites Medienecho.“

Und endet mit diesem:
„Um mit einer persönlichen Note zu enden: Juden aus meinem Bekanntenkreis schauen sich die Nahost-Berichterstattung des ÖRR und manch anderer Medien schon seit längerem nur noch zu dem Zweck an, um daran den derzeitigen Grad der Anti-Israel-Stimmung im Land abzulesen. Sie hegen zum großen Teil keine Sympathien für die Netanjahu-Regierung, aber fühlen sich durch die selbstgefällig in Schwarzweiß argumentierenden Institutionen der deutschen Presse in eine Verteidigungshaltung gedrängt. Nun haben diese Institutionen ihre geballte Diskursmacht aufgefahren, um der überwiegenden Mehrheit der deutschen Juden unmissverständlich ihren Platz zu weisen. Wir werden uns als solche die nächsten Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte daran erinnern, wenn ihre Vertreter beim nächsten Gedenktag Krokodilstränen vergießen.“

Dazwischen steht viel interessantes Zeug.