Ich habe dazu viele Kommentare gelesen, die eher den Vergleich mit Desperate Housewives ziehen.
Diese Ankündigung ist großer Schwachsinn, aber die erste Staffel ist ganz okaye Unterhaltung. Das ist etwas verwunderlich, weil die Story für mich recht wenig Sinn macht, gefühlt alle Charaktere unsympathisch sind und ich auf die zweite Staffel wohl verzichten werde - trotzdem kann man mal reinschauen, unterhaltsam ist es.
Klingt nach White Lotus.
Nein.
Ich möchte kurz einwerfen, dass die Verfilmung der Sandman-Comics auf Netflix mir sehr sehr gut gefällt.
Ich vermute, ich stehe mit dieser Ansicht recht allein da, aber die ist in ihrer Theater-Athmosphäre mit dauergrummelndem Hauptcharakter, tollen (wenn auch cgiten) Sets , wirklich fantastischen Figuren und einer ansehnlichen Story beste Gothic-Unterhaltung.
Leider ist Neil Gaiman jetzt ja auch ein Arschlocgh, aber die Welten, die erschaffen kann…
Neben The Office, das wir nach fast zwei Jahren endlich beenden könnten, und Andor, von dem natürlich alle wissen, dass es sich lohnt, habe ich noch zwei Empfehlungen von zweiten Staffeln, die vor Kurzem erschienen sind:
Beef (Netflix): Nach der großartigen ersten Staffel mit Ali Wong und Steven Yeun folgt die zweite Staffel Oscar Isaac und Carey Mulligan. Isaac spielt den General Manager eines Country Clubs, der von einer neuen Präsidentin übernommen wird. Die Story nähert sich etwas mehr dem Konzept von White Lotus, aber der Fokus liegt nicht auf den reichen Mitgliedern (trotz ein paar coolen Cameos), sondern auf den Mitarbeitern. Glücklicherweise hat man sich nicht von der Versuchung verlocken lassen, alles größer und extremer zu machen, was bei so einer Serie, die von Eskalation lebt, naheliegend wäre. Stattdessen erzählt man wieder eine Geschichte mit Fokus auf den Charakteren, die sich langsam aber sicher hochschaukelt. Wir hatten wieder sehr viel Spaß damit ![]()
Paradise (Prime): Die erste Staffel war solide Mystery-Unterhaltung. Die zweite Staffel hat mir persönlich noch besser gefallen. Die Lore wird ausgebaut, ohne dass es erzwungen bzw. unnatürlich wirkt. Es mag für einige frustrierend sein, da teils ganze Episoden Rückblicke zu (unter anderem neue) Charaktere geben, ich fand aber, dass das sogar die stärksten Teile der Staffel waren. Einige Überraschungen und Twists waren dabei und ich bin tatsächlich gespannter darauf wie es weitergeht als nach der ersten Staffel.
Nun haben wir Barry mit Bill Hader (HBO, schon etwas älter), Young Sherlock von Guy Ritchie (Prime) und Spider Noir mit Nicolas Cage (Prime) angefangen, macht auch alles Spaß bisher.
Gestern ist auf Sky/WOW und HBO Max die dritte Staffel von House of the Dragon gestartet.
Und zwar direkt mit der Schlacht an der Gurgel. Überhaupt gibt es kein langsames Reinkommen, sondern es geht direkt von 0 auf 100. Als wenn die erste Folge eigentlich noch zur zweiten Staffel gehört.
Ich bin jedenfalls direkt wieder drin und freue mich auf jede wöchentliche Folge.