Es geht um eine jüdische Familie (Vater, Mutter, 3 Kinder) und zeigt deren Lebensweg mit Rückblicken/Zeitsprüngen über Jahrzehnte. Wie bei Bojack entsteht die Komik oft durch die Dialoge, bittersüße Momente gibts auch zuhauf. Für Fans von Bojack zu empfehlen, wobei ich die ganzen Anspielungen auf die Film- und Fernsehbranche vermisse.
Auf Disney+ hat die neue Alien-Serie Alien: Earth für mich voll eingeschlagen.
Erst 3 Folgen verfügbar, aber die habens in sich. Ein Forschungsraumschiff mit allen möglichen Kreaturen stürzt auf der Erde ab und natürlich sind die Aliens nicht friedfertig und müssen bekämpft werden. Anders als die jüngsten Filme fängt die Serie aber die typischen Alien Momente gut ein, fühlt sich einfach an wie der legitime Nachfolger der Klassiker. Für Alien-Fans ein muss.
Und dann wäre da noch mein Lieblingsstreaming-Dienst Apple+. Die haben gleich zwei großartige Seth Rogen Comedys am Start (in „The Studio“ spielt er einen Filmproduzenten in Hollywood mit vielen Cameos, in „Platonic“ spielt er zusammen mit Rose Byrne ein urkomisches platonisches Freundespaar), eine schöne Feel-Good-Golfserie „Stick“ mit Owen Wilson als gealtertem Ex-Golfprofi, der einem jungen Talent zum Durchbruch helfen will und außerdem haben sie guten Serien wie Foundation, Acapulco und bald auch wieder Slow Horses neue Staffeln beschert. Mein momentaner Favorit ist aber Murderbot.
Alexander Skarsård (einigen wahrscheinlich bekannt aus Succession, für mich wird er immer Eric Northman aus True Blood bleiben) spielt einen Sicherheitsroboter, der in einer Dystopie Menschen beschützen soll. Er hat aber seine Firewall geknackt und hat nun einen freien Willen, was dazu führt dass er total genervt von seinen menschlichen Schutzbefohlenen ist, die ganze Zeit nur Telenovelas schaut und sehr sarkastisch auf die Untriebe der menschlichen Rasse schaut. Kann man wirklich sehr gut wegschauen.
Und bei Sky gilt weiterhin, dass auch die 4. Staffel der Righteous Gemstones urkomisch ist und selbst die dritte Staffel in den Schatten stellt. Mein Favorit.
Meine Frau schaut noch viel lineares Fernsehen. 85€ für HDplus und eine Handvoll privater HD Sender ist mir aber viel zu teuer. Nun bin ich auf folgendes Angebot aufmerksam geworden.
Ey Leute, da gibt’s ne Serie über uns auf ZDF. Nennt sich Chabos, über vier Millennials, ein Klassentreffen, viele Rückblenden. 2005er-Nostalgie, Eminem, Saw II von Kazaa, alles dabei. Dass die zweite Folge „Et boum, c’est le choc“ heißt dürfte Werbung genug sein.
Beste Cameo 2025 übrigens auch schon vergeben, Bryan Cranston als CEO des Continental-Filmstudios in der letzten Folge von „The Studio“ spielt alle anderen Gaststars an die Wand, versehentlich auf Pilzen lustwandelt er durch Las Vegas und das ist das Lustigste, was ich seit langer Zeit gesehen habe.
Nach 4 Folgen muss ich festhalten: bisschen arg testosterongeschwängert ist es dann doch. Dennoch, für sie Nostalgiemomente lohnt es sich schon. Für alle, die nicht unsere Generation sind ne maximal durchschnittliche Serie, so ehrlich muss man sein.
The Studio hat auch tatsächlich gerade ALLES bei den Emmys abgeräumt was man abräumen kann. Das gleiche gilt bei der Mini-Serie für Adolescence. Nur überraschend dass sich The Pitt in den meisten Kategorien gegen Severance durchgesetzt hat. Und Stephen Colbert war nicht nur bei seinem Preis der gefeiertste Star des Abends…
Jetzt durch (8 Folgen). Zum Ende hin wurde es zum Glück wieder deutlich besser, da mehr Drama/Story und weniger 2000er-Testo-Teeniegeschwätz. Und der Nostalgieservice ist echt großartig: ICQ („oh-oooh“), Domian, Barbara Salesch (die auch beide mitspielen), der Soundtrack generell, LAN-Parties, WM2006 undundund. Wer damals zwischen 15 und 25 war, der muss das eigentlich gucken. Wer nicht, nun ja, ich bleib dabei, kann es auch ignorieren.
Da ich gerade mal wieder einen Breaking Bad Rerun mache (es ist einfach immer wieder so unfassbar gut): Auf der DVD zu Staffel 5 gab es wohl ein alternatives Ende mit Hal und Lois, Hal hatte das ganze nur geträumt.
Schon ein toller Tipp. Ich suchte gerade ein wenig die ZDF Mediathek durch und nach Doppelhaushälfte kam mir dein Post in den Sinn und dann hab ich auch schon Chabos angeschaut. Klare Empfehlung für alle aus dieser Zeit. Ich hab so vieles wieder erkannt und im Kopf einige Reisen retour gemacht. Hachja diese schön verschränkte Erinnerung an die Vergangenheit.
Foundation S3 (Apple TV+) **** - Eine dieser Serien, die immer besser werden und vom unmfassenden und teils zähen world building in S1 zehren. Bonuspunkt für Pilou Asbæk als The Mule, den man aus der fantastischen dänischen Serie Borgen kennt bzw. kennen sollte.
Barry S1 (WOW) **½ - Irgendwie enttäuschend, wird nicht weiter verfolgt. Wäre bestimmt besser geworden.
Und aktuell:
Platonic (Apple TV+) - Die erste Folge geschaut und dann drei Wochen nicht mehr angerührt, nun aber drei Folgen geschaut und es macht Laune. Kommt casual rüber, dahinter steckt aber ein smartes Drehbuch.
Man muss halt wie üblich bei solchen Serien das Hirn ausschalten, die Entscheidungen der Personen müssen natürlich zum Teil hanebüchen sein, damit das funktioniert. Dann ist es aber ein herrlicher Spaß, tolle Bilder, eklige Aliens, Soundtrack, viele Referenzen, bestes Alien-Werk seit den alten Filmen.
Seitdem es so viele Streamingdienste gibt, die alle ihre Exklusiv Serien ausstrahlen habe ich komplett den Überblick verloren was es auf dem Markt so gibt. Das es Paramount+ gibt ist sogar komplett an mir vorbei gegangen. Aber nachdem ich meinem Papa am Wochenende bei der Verlängerung/Umstellung seines Sky Vertrages geholfen habe und erfahren habe das er den Streamingdienst im Paket dabei hat, hab ich mir einmal die Zugangsdaten ausgeliehen um einmal zu schauen was es da so gibt.
Gesehen und für meine Verhältnisse sehr schnell durch geschaut habe ich dann die erste Staffel von Mobland. Die Serie erzählt in dem Mafia/Gangster Genre jetzt keine neuen oder innovativen Geschichten, macht das aber auf einen hohen Niveau. Ein toller Soundtrack, hochwertig gefilmt und gut geschriebene Charaktere. Vor allem aber durch einen durch die Bank gut Besetzten und stak spielenden Cast. Pierce Brosnan, Helen Mirran, Paddy Considine (House of the Dragon), Geoff Bell (kennt man gefühlt aus jedem britischen Film in der irgend ein zwielichtiger Typ gecastet werden musste). Vor allem lebt die Serie aber von Tom Hardy, der den „Problemlöser“ der Familie spielt und das große Chaos das aus dem inneren der Familie aufgrund von Intrigen, Misstrauen und Machtgier ausgelöst wird irgendwie lösen muss.
Durchgehend eine wirklich gute Serie und ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal eine Serie verteilt auf ein paar Abende durchgeschaut habe.
4,5/5
Nutzt sonst noch jemand Paramount+ und kann noch die ein oder andere Serie empfehlen, die ich hier noch gucken sollte ?