Bei Wikipedia weißt du das aber auf jeden Fall und man kann sich durch die Transparenz der Autorenschaft (wenn auch pseudonymisiert) sich einen Reim darauf machen, wer da was verfasst hat (wenn es wirklich dermaßen relevant ist).
Natürlich bestehen dort diese Probleme und die Schwanz-Ratio ist da auch bekanntlich viel zu hoch - aber was weiß man denn über die Autorenschaft des Brockhaus überhaupt?
Werden dort überhaupt Quellen bemüht, die man direkt aus demselben Medium ansehen kann oder wird dort auf Literatur verwiesen, die das nachvollziehen überhaupt noch schwerer macht?!
Sind das alles sonst noch irgendwelche Artikel, die von irgendwelchen männlichen Professoren Ende der 60er eingekauft wurden?
Wie sieht es dort aus mit den verwendeten Medien? Gibt es die? Darf ich die einfach so benutzen? Woher hat der Brockhaus die Medien bezogen?
Hier treffen halt die immerselben Probleme von geschlossenen und komplett offenen Systemen aufeinander. Sei es nun die (In-) Transparenz der Verfasser und deren Hintergrund, die Zugänglichkeit und die Qualität/Aktualität des Angebots.
Wikipedia ist ein wunderbares System mit Macken.
Diese Macken dürfen aber nicht dazu führen, dass die Idee von freiem Wissen und deren Anwendung, gerade im Bereich der Bildung, aufgrund dieser mMn lösbaren Probleme direkt verworfen wird.
Es darf sich nicht wieder ein de facto-Standard etablieren, der auf einem Produkt eines privaten Unternehmens basiert. Noch einen Flash Player brauchen wir nicht in der Bildung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es keine Lösungen gibt für die Wikipedia-Probleme. Da müsste man nur mal den gemütlichen „immer-schon-so“-Weg verlassen und sich umstellen.
Aber hey, wir können auch das Geld dann lieber einer derart deutschen Institution des Wissens, wie dem Brockhaus reinblasen.
Wort zum Sonntag und so…
;-)