Der Politik Thread - Archiv 2020—24

Ist es bei Wikipedia aber nicht so, dass da jeder der angemeldet ist was schreiben kann?

Bestimmt wird das immer wieder überprüft, aber die Gefahr, dass das was ich gerade bei Wikipedia lese nicht stimmt, weil da gerade einer etwas falsch geschrieben oder abgeändert hat und es noch keinen aufgefallen ist, Ist doch durchaus vorhanden?

Ganz zu schweigen davon, dass man sich dadurch ja seine Wikipedia Quelle so auch selber zurecht schreiben kann, wenn man will?

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Durch die Schwarmintelligenz ist die Wahrscheinlichkeit für Fehler aber tatsächlich geringer. Wenn an einem Artikel etwas geändert wird, kriegen das wiederum andere mit. Wenn sich Fehler einschleichen, wird das wieder rückgängig gemacht.
Bei kontroversen Themen gibt es da regelrechte Diskussionen, nach denen dann festgelegt wird was da stehen darf.

Bei einer Enzyklopädie wie dem Brockhaus gibt es dann zwar eine Redaktion, die verantwortlich ist, das schützt aber ja auch nicht vor Fehlern. Und diese bleiben dann wahrscheinlich sehr viel länger bestehen.

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Ich bin auch ein großer Befürworter von Wikipedia, aber es wird allgemein überschätzt, wie viele Leute am Schreiben von Wikipedia-Artikeln beteiligt sind. Das hat System, so will es Wikipedia ja aussehen lassen, allerdings ist es oft so, dass neben kleineren Korrekturen von Rechtschreibung und Satzbau Artikel von sehr wenigen, teilweise nur einer Person geschrieben werden. Und diese Person schreibt dann Artikel über Borkenkäfer, Panzerhaubitzen und finnisch-ugrische Philologie. Wenn da gute Literatur mit angegeben ist, schön, aber das größte Problem sind mangelhaft (oder falsch) belegte Artikel gepaart damit, dass die Autoren anonym sind und man über deren Expertise nichts weiß.

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Ich geb dir eins wenn du meine 20km für mein Barschwa läufst.

Wenn das gehen würde gerne, laufen tun wir eigentlich genug in letzter Zeit…

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Bei Wikipedia weißt du das aber auf jeden Fall und man kann sich durch die Transparenz der Autorenschaft (wenn auch pseudonymisiert) sich einen Reim darauf machen, wer da was verfasst hat (wenn es wirklich dermaßen relevant ist).

Natürlich bestehen dort diese Probleme und die Schwanz-Ratio ist da auch bekanntlich viel zu hoch - aber was weiß man denn über die Autorenschaft des Brockhaus überhaupt?

Werden dort überhaupt Quellen bemüht, die man direkt aus demselben Medium ansehen kann oder wird dort auf Literatur verwiesen, die das nachvollziehen überhaupt noch schwerer macht?!

Sind das alles sonst noch irgendwelche Artikel, die von irgendwelchen männlichen Professoren Ende der 60er eingekauft wurden?

Wie sieht es dort aus mit den verwendeten Medien? Gibt es die? Darf ich die einfach so benutzen? Woher hat der Brockhaus die Medien bezogen?

Hier treffen halt die immerselben Probleme von geschlossenen und komplett offenen Systemen aufeinander. Sei es nun die (In-) Transparenz der Verfasser und deren Hintergrund, die Zugänglichkeit und die Qualität/Aktualität des Angebots.

Wikipedia ist ein wunderbares System mit Macken.
Diese Macken dürfen aber nicht dazu führen, dass die Idee von freiem Wissen und deren Anwendung, gerade im Bereich der Bildung, aufgrund dieser mMn lösbaren Probleme direkt verworfen wird.

Es darf sich nicht wieder ein de facto-Standard etablieren, der auf einem Produkt eines privaten Unternehmens basiert. Noch einen Flash Player brauchen wir nicht in der Bildung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es keine Lösungen gibt für die Wikipedia-Probleme. Da müsste man nur mal den gemütlichen „immer-schon-so“-Weg verlassen und sich umstellen.

Aber hey, wir können auch das Geld dann lieber einer derart deutschen Institution des Wissens, wie dem Brockhaus reinblasen.

Wort zum Sonntag und so… :man_shrugging: ;-)

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Da hast Du ein bisschen zu viel reininterpretiert. Ich habe ja selbst gesagt, dass ich ein Befürworter von Wikipedia bin. Ich habe lediglich die größten Baustellen aufgeführt.

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Noch eine andere Sache dazu:

Auch wenn es eine „Enzyklopädie“ ist, muss man sich im Klaren darüber sein, dass Wikipedia keine Konkurrenz mehr für Brockhaus und Co darstellt. Der Zug ist schon lange abgefahren. Wikipedia ist denen in nahezu jeder Hinsicht überlegen und ich hoffe, dass solche Sachen wie in NRW die Ausnahme werden.

Wikipedia stellt mittlerweile vielmehr eine Konkurrenz zur Fach- und Primärliteratur dar. Dafür kann Wikipedia zwar nichts, aber es ist trotzdem so. Wenn man in einem Seminar einen Vortrag mit 10 Seiten Handout zu irgendeinem Thema ausarbeiten soll, dann geht es nicht in erster Linie darum, dass die anderen Seminarteilnehmer etwas darüber lernen. Sonst würde der Dozent einfach Handouts aus den Vorjahren verteilen oder auf ein Buch verweisen. Es geht darum, dass man lernt, sich in Fach- und Primärliteratur einzuarbeiten und Informationen zu extrahieren. Dafür Enzyklopädien zu verwenden, in denen das schon jemand für einen übernommen hat, ist nicht Sinn der Sache, egal ob Brockhaus oder Wikipedia. Darüber hinaus wäre man früher gar nicht auf die Idee gekommen, sowas mit dem Brockhaus zu machen, weil die dafür viel zu oberflächlich waren. Die Wikipedia-Artikel hingegen ist so gut, dass man so ein Handout locker nur damit schreiben könnte, ohne auch nur irgendwas anderes zu lesen. Und das wird dann natürlich auch vermehrt gemacht.

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Schön, dass wir da auf einer Welle schwimmen.

Reagiere manchmal nur etwas allergisch, wenn gerade unsere Verwaltungen wieder mal die gemütliche gekaufte Lösung bevorzugen und gerade Freiheit und Diskurs außen vor bleiben.

Bin halt mit dem Open Source-Gedanken als Entwickler groß geworden und bin da manchmal zu sehr Freiheitsnazi :man_shrugging:

Na ja, die 2,6 Mio. sind jetzt erstmal weg. Hätte auch durchaus mal investiert werden können für die local nerds, die aktuell bei vielen Schulen ehrenamtlich und mit dem Einsatz privater Mittel so manch Eisen aus dem Feuer holen für die Bildung der eigenen Kinder :-/

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SPD legt Tempolimit im Wahlprogramm fest und Luisa Neubauer (Fridays for Future) hält eine Predigt im Berliner Dom.
Schwarz grün ist damit besiegelt.

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Wenn nicht Laschets Erzkatholisches Superhirn das verhindert.

hab mir auch gedacht, dass sie damit einen sieg bei der wahl knicken können… das ist ein sehr ungeschickter versuch, möglichst viele gruppen zu bedienen und auch noch die Grünenwähler abzugreifen. was halt so dermaßen krachend scheitern wird wie der Veggie Day. Du kannst in Deutschland mit einem tempolimit keine wahlen gewinnen.
sie hätten doch diesen schwarzen peter bei den Grünen lassen können, um sich dann in einer potentiellen Koalition dieser grünen Forderung zu beugen.

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Nur dass die SPD überhaupt nicht vor hat, in einer Grün-Rot-Rot-Regierung mitzuregieren.

Seitdem ich vielen Politikern und Parteien auf Twitter folge, kriege ich jeden Tag Brechreiz. Da merkst du WIRKLICH, in was für einem elendigen Zustand wir uns in diesem Land befinden.

Oder: Wie wenig wir gestaltende und agierende Politik in unserer Generation brauchten, rückwirkend betrachtet.

Ist die Scheiße am Dampfen(Klima, Digitalisierung, Corona), zeigt sich, wie groß der fucking Eisberg wirklich ist und wir bekommen zu sehen, wie angestaubt die Parteien sind, wie unfähig deren Entscheidungsträger sind und wie miserabel die Vorsitzenden in Krisensituationen agieren und kommunizieren, ganz unabhängig davon wie entkoppelt und weltfremd sie menschlich sind. Echt beeindruckend.

Ich hoffe sie alle werden abgestraft bei der BTW und wir sehen dann wochenlange Verhandlungen über eine neue, große Koalition. :roll_eyes:

Ich Narr ging zum Frühjahr noch aus, dass wir in der BRD nun Taskforces bilden mit den klügsten und fähigsten Köpfen, die in transparentem Austausch mit der Politik und Medien für einen klaren Plan und klar kommunizierte Entscheidungen sorgen, ganz im Sinne aller und über Parteigrenzen, Landesgrenzen und Wahlkampf hinaus. Das Gemeinwohl stünde über allem und das effektive Überbrücken der Zeit bis zu einem koordinierten Impfstart wäre das Ziel, wo alle Kapazitäten mobilisiert werden (THW, Bundeswehr, Freiwillige, Hausärzte) und man Blankoschecks in alle Richtungen rausballert, um dafür zu sorgen, dass Totallockdowns nicht für das Vielfache an wirtschaftlichem Schaden sorgen.

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Eine kurze Zusammenfassung.

2020 - Bei einem U-Ausschuss konnte sich der 38 jährige Finanzminister eines Landes nicht erinnern ob er 2018 einen Laptop besessen hat oder nicht, obwohl es mehrere Fotos gibt die ihn mit einem Laptop zeigen. Insgesamt waren es 86 Erinnerungslücken.

2021 - Es steht eine Hausdurchsuchung bei dem oben genannten Finanzminister an. Es ist ihm ein Anruf erlaubt bevor es los geht. Er will seine Frau anrufen und sie davon in Kenntnis setzen da sie ein kleines gemeinsames Kind haben. Wie sich letztendlich rausstellt ist seine Frau daraufhin mit dem Kind spazieren gegangen als die Hausdurchsuchung erfolgt ist. Allerdings ist sie nicht nur mit dem Kind sondern auch mit einem Laptop spazieren gegangen. Dieser Laptop wird von dem besagten Finanzminister und ihr gemeinsam benutzt. Der Finanzminister versucht daraufhin seine Frau telefonisch zu erreichen was nicht so einfach war. Erst nach mehrmaligen Anrufen erreicht er sie und der Laptop wird durch ein Kabinettsmitglied des Finanzministers 53 Minuten nach Start der Hausdurchsuchung zurück gebracht.

Alles normal, hier gibt es nichts zu sehen. Keine Ahnung wie ein paar Verrückte auf die Idee kommen könnten dass hier jemand zurücktreten muss.

Und nein, das ist nicht in einem Land passiert in dem die Regierung nur aus Familienmitgliedern besteht und das nur eine Scheindemokratie ist sondern in Österreich in der Mitte der EU.

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Nur Mal so fürs Protokoll.

In 2 Wochen ist Landtagswahl in BW. Frau Eisenmann ist Spitzenkandidatin der CDU, Kretschmann tritt nochmal für die Grünen an. Laut zdfPolitbarometer würden die Leute, wenn sie direkt wählen könnten zu 59% Kretschmann wählen, und zu 29% Eisenmann.

Das ist übrigens nicht das Stimmungsbild der Gesamtbevölkerung, sondern unter CDU Anhängern :ugly2:

Eisenmann ist aber auch ne ziemlich fiese Pratze, Marke Türsteher beim örtlichen Rockerclub.

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Ich konnte nicht fassen, wie in der "Analyse-"Sendung nach dem TV-Duell neulich 80% der Leute Eisenmann überzeugender fanden. Da muss es eine Vorauswahl gegeben haben.
Die Frau versagt auch seit einem Jahr in ihrem Resort, führt einen ganz wirren Wahlkampf, in der sie einfach Gegenpositionen einnimmt, und tritt dabei wirklich ganz unsympathisch auf.

In meinem Umfeld gibts auch ein paar eigentlich-CDUler, aber da ist die Stimmung recht geschlossen, dass die nicht gewählt werden kann.

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