Daheim Rosten mit Drosten - Die Längsdenker von Sofacoach

Weil keinen Bock mehr auf Covid, hier der Thread zu „all things Covid“. :ronaldo:

Soll dazu dienen, bestehende Diskussionen über mehrere Threads hinweg (Politik, Und Sonst So…) zu bündeln und diese Threads damit wiederum etwas zu entlasten. Damit es zumindest vereinzelte Orte im Internet gibt, wo man von dieser lebenseinnehmenden Seuche verschont bleibt.

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Ich empfehle den Flugsimulator-Thread.

Am 19.12.2020 gab es diesen internationalen Aufruf von Wissenschaftlern:

Basierend darauf wurde nun folgende Initiative ins Rollen gebracht.

War unangenehm viel Klartext in gut lesbar.

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Ey das ist ja mein „solange die Büros…“ Argument. Geil. Ist unterschrieben.

Die Gewerkschaften sind ja auch ein großer Verlierer der Pandemie. Finde ich auch bemerkenswert, dass es aus dieser Richtung so wenig gibt. Und das wenige, dass es von den Gewerkschaften gibt wird von den Medien totgeschwiegen.

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Ich als Laie halte es für unmöglich, dass zum jetzigen Zeitpunkt selbst ein europaweiter und wirklich konsequenter Mega-Lockdown zum gewünschten Ergebnis „Null Neuinfektionen“ führen würde. Klar, wenn sich weltweit alle mal 2-3 Wochen in ihre Badezimmer einschließen würden, wären wir bei 0. Geht nur nicht. Abermillionen Menschen müssen trotz allem arbeiten, Menschen müssen sich ernähren und brauchen in begrenztem Rahmen auch soziale Kontakte. Und ohne halbwegs laufende Wirtschaft wäre Europa ganz schnell pleite. Irgendwo würde es also immer Kontakte und Infektionen geben. Und auch von außerhalb Europas kämen am laufenden Band neue Infektionen hinzu.
Null war nur zu erreichen, wenn man frühzeitig dicht macht und dann jeden Fall rasend schnell und konsequent verfolgt. Hat man diesen Punkt verpasst, so bleibt nur auf die Impfungen und den Sommer zu hoffen, so dass die Fallzahlen in recht unrelevante Bereiche rutschen und jeder kleine Ausbruch dauerhaft wieder verfolgt werden kann.
Die Punkte 2-5 sind vom Grundansatz her natürlich nicht verkehrt.

Wer weiß eigentlich wie hoch unsere Zahlen ohne die drölftausend Lockdown-Varianten wären. Irgendwie ist es ja ein bisschen wie der Virus selber: Der Lockdown mutiert von Woche zu Woche.

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Du hast absolut Recht, aber ich denke, hier geht es um die Zielsetzung selbst und das Einleiten von Maßnahmen, die eine Korrektur erlauben.

Wir haben aktuell ein Riesenproblem: Eine „Lücke“ zwischen jetzt und schönem Wetter/Entlastung/mehr Durchgeimpfte.

Aktuell wird von der Politik sehr viel gepokert, egal ob Impfstoffversorgung, Ausführung und eben das Reagieren auf die Tatsache, dass Gewerkschaften und AG nichts getan haben, um auch in der Wirtschaft ein- bzw. gegenzulenken.

Geschrieben von meinem Büroarbeitsplatz. Bayern. IG Metall. Mittelstand Maschinenbau. 320 Angestellte. Ca. 300 im Haus. Freitags ist Kurzarbeit.

Warum?

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Weil ich

und ohne irgendwelche Zahlen zur Hand zu haben denke, dass es bei geringen Staatshilfen unzählige Firmen in die Insolvenz treiben würde und bei massiven Staatshilfen eine Reihe an Staaten in eben jene führen würde, wenn man mal mehrere Wochen wirklich nichts machen würde. Zumal während dessen in anderen Teilen der Welt munter weiter gewirtschaftet werden würde.

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Manchmal weiss man nicht, wann man lachen und wann man weinen soll. Da die Restaurants mindestens bis Ende Februar zu bleiben, wollen sich manche zum Feierabend Bier im Bus treffen. Gleichzeitig möchte eine Mitarbeiterin ein Notebook von mir. Auf die Frage ob sie denn zu Hause kein Geräte fürs Homeoffice hat kam die Antwort doch zwei Notebooks aber die werden beide von der Tochter benutzt. Währenddessen geniesse ich die seit gestern angeordnete Homeoffice Pflicht. Wobei ich schon seit Monaten zu Hause bin. Ich mag das. Ausser an Tagen wie heute, da trainiere ich Beine. Ich mag Beintraining nicht, tue es trotzdem. Dafür mag ich Wadentraining. Mit Rucksack und zwei Milchpaketen auf der Treppe unserer Wohnung. Ich hoffe die Nachbarn sehen mich nie dabei.

Das ist ein guter Punkt, aber deswegen gleich nach der Weltrevolution zu schreien, Lars…

Nun aber was hat sich denn jetzt sagen wir mal an den Fallzahlen so geändert zwischen „kaum“ Lockdown bzw. nach dem Motto: Mundschutz, Abstand und ordentliches Hygienekonzept VS hartem Lockdown wie aktuell? fast nix. Was macht denn dieser harte Lockdown alles kaputt statt zu helfen? völlig Wahnsinnig was das alle für Spätfolgen hat für Schulbildung der Kinder, die Psyche der Menschen . Ebenso was alles abgeht im Bezug auf häusliche Gewalt auch gegen Kinder läuft völlig ausm Ruder. Es gibt auch keine Ämter die was unternehmen können z.b. einfach krank!

Es kann und muss doch das Ziel sein die Intensivstationen nicht zu überlasten + Risikogruppen schützen OHNE die Wirtschaft zu plätten und die Bevölkerung verrückt und kaputt zu machen.

Gibt ne ganz interessante seriöse Studie darüber aus Standford.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/eci.13484?fbclid=IwAR2mjLntIixmwpiAmpq7pxs19yYepmOV5OihiBx-YGCKzysLu4Itm4mlvGI
Fazit: „Ergebnis: Leichte Maßnahmen haben einen großen Effekt, die harten Maßnahmen bringen kaum noch einen Zusatzeffekt. Das spricht sehr für Abstand, Masken, Hygiene, Testen, Quarantäne, Appelle, Vorsicht und Rücksicht. Aber eben gegen massive freiheitsbeschränkende Maßnahmen. Denn diese haben eine Kehrseite: Massive Schäden an Psyche, Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zu Hunger und Verzweiflung in den armen Ländern.“

Auch wirkt das aktuell alles was die Regierung so tut komplett planlos . Dazu werden Existenzen noch und nöcher vernichtet und Hilfe kommen einfach keine weil die verantwortlichen Stellen was von Softwareproblemen fasseln und keine Hilfen auszahlen oder nur Teilzahlungen wenn überhaupt. Warum muss das überhaupt über externe Stellen laufen wie die LBBW die erstmal alle Daten abfragen und prüfen müssen? weil sich der Staat rauswindet mitm Kleingedruckten, die Daten liegen alle dem Finanzamt vor. Bei uns ist alles zu politisch, zu träge, ziemlich peinlich.
Aber Milliarden Hilfen für McDonalds (die offen haben!) und für Lufthansa, kein Problem. Aber der Firseurladen o.ä. der mal 8000€ braucht um die Miete + Fixkosten zu überbrücken und alles weil er zu machen MUSS über Monate, da wird rumgeiert und nach Monaten mal 2000€ ausgezahlt. Komplett am Leben vorbei einfach.

Was hat der Staat egtl. getan zwischen März und Dezember um das Gesundheitswesen aufzustocken und vorzubereiten? wurde doch alles vorhergesehen von Experten.

Ich bin da grad massiv am abkotzen auf Grund des Versagens der aktuellen Regierung in der Handhabung und der leeren Versprechungen.

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Ich möchte mich zu dem Thema gar nicht so sehr äußern, weil die Gemüter verständlich erhitzt sind, aber nur kurz mal zu diesem Absatz ein paar Stichpunkte:

Für eine Verbesserung der Fallzahlen ist es noch zu früh, die Maßnahmen sind noch nicht so lang in Kraft bzw. kamen sie viel zu spät und Weihnachten tut sein Übriges.

Wir haben aktuell keinen harten Lockdown.

Wir haben nun Winter. Laut Drosten hat z. B. Argentinien (vergleichbare Pupulation zu Europa) im Winter nur eine Reduktion über Ausgangssperren (Lockdown) und komplettes Lahmlegen erreicht. Ohne die aktuellen Maßnahmen folgen sehr schnell Überlastung, Triage usw.
Also bitte dann überlegen, ob das Aktuelle wirklich schlimmer ist als ein 35 Jahre alter Familienvater von drei Kindern, der nicht mehr beatmet wird, weil keine Geräte mehr frei sind. Und das ist nicht übertrieben.

Zum Winter: Eine Maske im bei dem Wetter zurzeit so schnell durchfeuchtet… Merkt man z. B. wenn man vom Parkplatz in den Supermarkt, also von kalt nach warm geht. Besonders FFP2-Masken. Danach ist sie nicht mehr wirksam. Unter anderem deshalb reichen Masken nicht, wie es vielleicht im Sommer der Fall war. An den Abstand hält sich eh keiner bzw. kann man es in vielen Situationen nicht.

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Ich habe mich heute online für einen Impftermin registriert. Das wird noch etwas dauern, da ich nicht zu den definierten Risikogruppen gehöre. However ich muss mich nicht mehr darum kümmern und werde kontaktiert. Als ich mit meinem Umfeld darüber gesprochen habe war überrascht, wie viel Ablehnung da herrscht. Natürlich ist das ein persönlicher Entscheid doch am Ende hoffen die Impfgegner auf die Menschen, die sich impfen lassen. In Gedanken habe ich Jemanden heute gesagt, dass die Impfung tendenziell weniger Risiken birgt, als die Tonne, die an ihrem Körper hängt. Es braucht einfach noch etwas Aufklärung.

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Geht mir ähnlich. Hab mich auch registriert, damit ich weiß, wann ich mich impfen lassen kann.

Aus den von dir beschriebenen Gründen werde ich aber mit niemandem darüber sprechen. Außerdem möchte ich privat auch mal gern über was anderes als Corona, Lockdown, Impfen usw. usf. reden - wenn man das Thema anspricht gehts gleich wieder los mit dem Gemecker. :usad:

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Das ist in der Tat ein sehr interessantes Paper, auch wenn ich nicht Experte genug bin, um genau zu verstehen, in wiefern die Analyse aussagekräftig ist.

Wie schon oben geschrieben, ich bin mit meiner Frau bisher gut durch die Pandemie gekommen, weil wir eine grosse Wohnung haben, unser beider Jobs zwar mühsamer werden, aber nicht direkt bedroht sind, und beide keine gesundheitlichen Probleme haben. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es momentan für Selbstständige sein muss, die ihr Lebenswerk oder zumindest ihren Arbeitsplatz langsam zugrunde gehen sehen.

Ich bin eigentlich zuversichtlich, dass es schon alles wieder wird, und wir uns nur noch irgendwie in den Frühling retten müssen. Aber wenn ich mir so ansehe, wie die Fälle vom Sommer in den Herbst in den Winter gestiegen sind, frage ich mich mittlerweile auch, wie effektiv wir uns überhaupt gegen den saisonalen Anstieg stemmen können, genauso wie viel uns im Frühling einfach nur das gute Wetter mehr als manche Massnahme geholfen hat. Es ist so frustrierend, nicht zu wissen, wie effektiv welche Massnahmen überhaupt sind.
So wird gleich ein grosses Bündel verabschiedet wird, und man dann mal guckt, was das dann bringt (das finde ich in der Schweiz ganz extrem, jedes Mal trifft es eine andere Gruppe besonders hart). Ich finde es auch nicht so zielführend, zu schimpfen, dass DIE LEUTE sich einfach ein bisschen besser an die Vorgaben halten müssten, dann würde das schon alles wieder.

Auf der anderen Seite weiss ich wirklich nicht, was man stattdessen machen sollte: Die Zahl der Intensivpatienten geht nach einigen Wochen Lockdowns nach unten, aber dennoch sterben jeden Tag zwischen 600 und 1000 Leute in Deutschland allein. Das Gesundheitssystem hält noch, aber ich will gar nicht wissen, wieviel Personal in selbigem anschließend komplett ausgebrannt ist. Und wie viel schlimmer es gekommen wäre, wenn man einfach keine Einschränkungen beschlossen hätte.

Ich bin insgesamt etwas ratlos, was die nächsten paar Monate angeht, aber zuversichtlich, was die Zukunft betrifft.

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Ja kann ich dir aus erster Hand sagen wie das ist wenn man die Existenz den Bach runtergehen sieht. Beschissen. Meine Frau hat sich eine eigene Existenz über die letzen 6 Jahre aufgebaut nachdem sie Jahre lang nur scheiße fressen musste beruflich und ein dümmeres Arschloch als Vorgesetzen nach dem nächsten hatte.

Und seit einem Jahr mehr oder weniger muss Sie immer wieder zumachen, von versprochenen Hilfen kommt nix oder musst Einsprüche einlegen damit dann irgendwann iwas kommt zum Teil das hinten und vorne nicht reicht. Dann hast beide Kids zu Hause permanent und massiv inkompetenten Lehrkräfte und Infrastrukturen die nix gebacken bekommen. Hier werden auf Gefühl von Merkel Sachen ausgerufen weil die Ämter es nicht gebacken bekommen Infektionskette nachzuvollziehen oder die diese scheiß App nicht durchbringen und dafür Millionen verbraten. Wo sind denn die ganzen fundierten Zahlen und Fakten mit den gaaaanzzzen Ansteckungen in der Gastro, den GYMs usw? Warum ändert sich denn nix an den zahlen obwohl seit Wochen / Monaten alles zu ist?

Intensivstation überlastet? Ach deswegen gehen Pfleger in Tübingen in Kurzarbeit. Und warum wird das eng? Was hat der Sektor und die Pflaume Spahn gemacht seit März dafür dass es nicht passiert? Ausser sich Millionen schwere Villen und Immobilien „gekauft“ in Berlin von seinen 20k Gehalt im Monat.
Ein großes einfaches Versagen auf ganzer Linie.

Und da kommt man weder bei mir oder bei meiner Frau oder vielen anderen mit irgendwelchen hohlen Durchhalteparolen einfach mehr weiter und diese Regierung oder sonst wer von den Fratzen wird von uns überhaupt nix mehr zu erwarten haben. Verkohlen können die sich selber.

Sicher geht es dank der Impfung vorbei und dem kommenden Sommer . Aber aus meiner Sicht wird der Schaden durch alle genannten Gründe dermaßen hoch sein auf lange Sicht dass man sehr lange vom kollektiv größten Versagen sprechen wird. Und die Wirtschaft wird den Bach unten sein und da werden sich viele in Deutschland umschauen noch.

Das ist aber auch alles dazu von mir, zu emotionales Thema und bei mir dringt da nix mehr durch egal wie vernünftig es sein mag.

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Naja, wie sollen die Gesundheitsämter mit ihren fünf Männeken denn auch die Infektionsketten nachvollziehen? Da geht die Kritik für mich daneben, zumal genug Leute anfangs durch falsche Angaben die Nachverfolgung noch zusätzlich erschwert haben.

Es rächt sich halt jetzt, dass man jahrelang nichts ins Gesundheitswesen investiert hat. Und dafür btw. alles in die kapitalistische Wirtschaft gepumpt wurde. Wo sollen die Kapazitäten jetzt auf einmal herkommen?

Dass eine App wie in Südkorea in Deutschland nicht praktikabel ist, liegt ja auch am deutschen Verständnis von Datenschutz. Facebook, Google& Co. dürfen ja ruhig alles über mich wissen, aber wenn der Staat ein paar Daten braucht- no way!

Klar, die Situation ist auch für die Politik neu, und die Dinge ändern sich ja auch schnell. Die Richtlinien des RKI zur Risikokontaktermittlung werden mit den Mutationen wohl auch hinfällig, da in GB die Ansteckung wohl oft statt in 15 Minuten schon innerhalb von fünf erfolgt.

Dennoch ist es sehr mühevoll, wenn verschiedene Behörden ihre Zuständigkeiten nicht mal selber wissen oder man alle paar Tage sich widersprechende Verfügungen erhält. Unser Impftermin in der Einrichtung zB wurde vom Leiter des Gesundheitsamtes und der KV verschieden terminiert. Ähm, ja. Danke.

Und wenn dann noch Politik gemacht wird, wird es halt noch schwerer. Die Forderung nach einer Impflicht für Pflegekräfte aus dem Süden war da auch wieder genial, das hat richtig Vertrauen gebracht! Statt anständiger Aufklärung - dieser Werbespot „Hey, lasst euch doch impfen“ ist ja wohl ein schlechter Scherz- will Söder sich als Hardliner für die K-Frage positionieren.

Und dabei ist die Impfung wirklich halb so wild, und ohne sie werden wir aus dem Schlamassel wohl nicht herauskommen. Jetzt ist also für die Politik vor allem die Zeit, Vertrauen in die Impfung zu schaffen.

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Naja. Wenn ich mir anschaue wie viele Menschen in anderen Ländern im Vergleich zu Deutschland arbeitslos oder tot sind, kann man es schon schlechter machen. Bestimmt auch besser, aber ganz sicher auch schlechter.

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der Papa wird damit sicher meinen: Schlechter kannst du es nicht machen mit der Infrastruktur und der Basis die es in Deutschland gibt.

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