Ich habe jetzt auch schon ein paar Stunden hinter mir und wie Mille es geraten hat, gehe ich es extrem langsam an. Das ist ohne Frage ein Langzeit-Projekt. Neben ein bisschen Main Quests machen, bin ich vor allem erstmal wahllos durch die Gegend gegangen (nicht gerannt oder gar das Pferd genutzt!) und habe dann mal nach und nach einige „glänzenden Stellen“ abgegrast, die sich offenbaren, wenn man Licht auf dem Schwert reflektieren lässt. In erster Linie also mal ein paar Teleporter freigeschaltet, Rätsel gelöst und Abyss-Kerne eingesammelt, mit denen man neue Fertigkeiten lernen kann. Finde ich irgendwie cool, wie jeder Kern einem eine kleine Aufgabe mit an die Hand gibt, die man erfüllen muss, um den Fertigkeitspunkt freizuschalten. „Töte 3 Gegner mit dem Schwert, ohne Schaden zu nehmen“, „Rutsche 50 Meter einen Abhang hinunter“, „Fange 5 Vögel“ etc. Bis jetzt sehr abwechslungsreich.
Das alles fand bisher nur wenige hundert Meter im Umkreis von Hernand statt, der Stadt, in der das Spiel praktisch beginnt. Will sagen: Eigentlich habe ich noch gar nichts gesehen.
Die Kämpfe gegen normale Banditen sind bisher sehr einfach. Da braucht man eigentlich nur R1 oder R2 gedrückt halten und schon wird es zum Schlachtfest. Schwieriger wird es da wohl schon gegen die (optionalen) Bosse, wie ich im Steinbruch gelernt habe. Vielleicht bin ich den etwas zu früh angegangen, was zu ein wenig Frustration führte, aber der Roboter ist jetzt trotzdem Metallschrott. Hat schon gezeigt, wo es lang gehen kann. Umso wichtiger, sich mit Abyss-Kernen einzudecken und regelmäßig die Schmiede zur Verbesserung von Rüstung und Waffen aufzusuchen.
Ansonsten habe ich einfach paar verschiedene Dinge ausprobiert, wie erfolgloses Angeln, ebenso erfolgloses Kartenspielen (was sind das für Regeln? Und warum ist der Text so klein? Und warum habe ich jemanden einfach des Betrügens bezichtigt??), und den ein oder anderen Diebstahl begangen, leider inkl. eines Todesopfers, weil ein Typ ja unbedingt hereinplatzen musste, als ich die ganzen Gersten-Bestände des Dorfes an mich gerissen habe. Also ja, es macht definitiv Spaß. Und eigentlich will ich noch weiterspielen, aber die Uhrzeit…
Die Steuerung ist zwar schon etwas komplizierter, vielleicht auch als nötig, aber wenn man schon ein paar Spiele mit unkonventioneller Steuerung gespielt hat, dann gewöhnt man sich hier auch ganz gut dran. Oder die NPCs gewöhnen sich halt einfach daran, dass ich erstmal zweimal in die Luft springe, bevor ich sie begrüße.
Man kann auf jeden Fall einen guten Case machen, dass das Spiel schon zum Release in einem besseren Zustand hätte sein sollen, aber die Reaktionszeit von Pearl Abyss ist schon stark. Irgendwie dann auch cool, dass man live dabei ist, wie das Spiel schnell und stetig besser wird. Alleine an meinem ersten Tag habe ich mich gefragt, was das eigentlich für ein bescheuertes Speichern- und Laden-Menü ist, wo man mit X lädt und mit Dreieck speichert und wo ich halt statt zu speichern geladen habe.
Einen Tag später gibt es komplett neues Menüs, bei denen Speichern und Laden jetzt getrennt sind. Danke. Also, da hätten die vielleicht in den sieben Jahren Entwicklungszeit zuvor darauf kommen können, aber wenn solche Dinge nach Feedback so zügig angepasst werden, kann ich damit gut Leben. Bin gespannt wie es weitergeht. Sowohl im Spiel selbst, mit dem boring ass Protagonisten Kliff, als auch mit den ganzen Patches von Pearl Abyss.