Ea nimmt mehr und mehr Formen an. Habe Drohnenbilder vom Dach gemacht und die Belegung geplant und optimiert, Generatorleistung und Verschattung simuliert usw.
Jetzt stehen seit heute 26x 455W Module im Hof. Morgen kläre ich mit der Montagetruppe den Termin um die Dinger aufs Dach zu schnallen. Plan und Stückliste für Kabelführung, Zugentlastung, Überspannungsschutz usw. steht.
Außerdem wird morgen noch der Wechselrichter geliefert und am Abend kommt „mein“ Elektriker und wir besprechen den Plan und seinen Preis vor Ort. Wenn er zu teuer ist weiche ich auf einen aus den ich über Kleinanzeigen gefunden habe. Der macht’s für 1200€ inkl. RCD und LS für den Zählerschrank.
Aktuell liegen wir bei
26 Module mit 455W = 1615€
8kW Hybridwechselrichter inkl. EMS = 750€
DC-Montage = 1500€
Unterkonstruktion = 1000€
Elektriker = 1200€
Überspannungsschutz = 200€
Kabel, Stecker, Werkzeug = 300€
Dann landen wir bei 6665€ für 11.8kWp, das macht 565€/kWp 
Und was mir am besten gefällt ist, dass ich die Verbrauchsdaten und Einstellungen über eine Hersteller-App inkl. Cloud steuern könnte, das ganze aber auch komplett lokal läuft und easy ins LAN eingebunden werden kann. War mir irgendwie wichtig nicht davon abhängig zu sein, dass in 10 Jahren Firma xy noch Bock hat den Cloud-Server zu betreiben.
Eigentlich wollte ich jetzt auch erstmal ein oder zwei Jahre die generierte Leistung tracken um dann zu entscheiden ob ein Speicher lohnt. Aktuell gehe ich nämlich davon aus, dass er sich nicht lohnt. Aber wir haben ja so ein paar ideologische Spinner an der Regierung die u.a. nächstes Jahr die Einspeisevergütung kippen wollen. Und wer weiß was die sich in Sachen Speicher noch überlegen. Wäre auch doof wenn eine Speichernachrüstung dann dazu führt, dass ich die garantierte Einspeisevergütung nachträglich verliere.
Also irgendwie bekomme ich etwas kalte Füße ob ich nicht doch direkt den Speicher mitnehmen soll auch wenn das finanziell kein besonders gutes Geschäft ist.
Zahle für Wärmepumpenstrom 24ct, für Haushaltssttrom 29ct. Verbrauchsratio ist 65:35, also im Mittel ca. 26ct/kWh.
Einspeisevergütung liegt bei 7.8ct/kWh.
Systemverluste im Speicher 15%.
Für jede kWh die ich durch den Speicher in den Eigenverbrauch verschiebe spare ich also
0.85 * (26ct-7.8ct) = 15.5ct
Ein 9.6kWh Speicher kostet aktuell 2825€ und wird mit 6000 Ladezyklen angegeben. Die Abnutzung des Speichers wäre also
2825€/(6000*0.85*9.6kWh) = 5.8ct/kWh
Laut Simulation hätte ich mit Speicher 1500kWh mehr Eigenverbrauch im Jahr. Damit amortisiert sich der Speicher real nach 11 Jahren (2826€/1500kWh*15.5ct/kWh). Berücksichtigt man den Verschleiß sind es 18 Jahre. Nicht gut. Vor allem wenn man überlegte was man in 11 Jahren an Zinsen bekäme :(
Mhhhjaa. Ist jetzt irgendwie ziemlich lang geworden. Merkt man, dass ich Bock habe? 