Aus Natur mach Strom - Photovoltaik und Solar

:wink:

Ergänzend zum Häuslebauerthread (aber eben nicht nur) hier mal was zu PV Anlagen.

Ich bin eigentlich null in der Materie, habe aber gehört, dass in 2023 die Mwst. für die Anschaffung einer solchen Ablage fallen soll. Der richtige Zeitpunkt also um sich in die Schlange anzustellen.

Einige Recherche später und mit dem festen Vorhaben in den nächsten Jahren rein elektrisch mobil zu sein, reift gerade der Entschluss an dieser Stelle mal zu investieren. Auch wenn die Strompreise nun deutlich steigen, wird sich die Investition zwar kaum amortisieren - aber ich sehe es auch als Invest in die Zukunft der Kinder oder den Wiederverkaufswert der Immobilie.

Im Kopf habe ich eine kleine, unkomplizierte Anlage mit Stromspeicher (möglichst mit Notstromfunktion) und natürlich intelligenter Wallbox.

Morgen kommt ein Energieberater. Ich bin gespannt.

Jemand hier schon mit Erfahrungswerten?

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Wie lange halten PV Elemente/Anlagen?
Was für Wartungskosten kommen da auf einen zu?
Was kann/darf man selbst machen (bei Defekten)?

Sind so Fragen die mir direkt in den Sinn kommen.

Man sagt so 20-25 Jahre.
Gesondert muss ggf. ein Stromspeicher/Akku betrachtet werden.

Zum Thema Wartungskosten:

Naja und selber machen kann man was geht. Sprich: ob die Module von dir oder von einem Fachmann gereinigt werden wird dem Modul egal sein. Regelmäßige Prüfung von Elektronik teilen wir Wechselrichter und Co. Würde ich wohl den Experten überlassen.

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Guten Thema.

Ich bin auch sehr interessiert, vor allem, weil hier ab nächstem Jahr hoffentlich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe das Haus heizt. Leider haben wir denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage: West-Ost-Ausrichtung, dazu nach Westen relativ hohe Bäume auf den Nachbargrundstücken. Und der Carport wird auch von einem großen Baum auf unserem Grundstück überragt.

Und naja: finanziell ist so eine Investition ohne neuen Kredit sowieso erstmal nicht drin.

Wir haben im Juni eine 7,68 kWh Anlage bestellt. Laufen soll das ganze dann im zweiten Quartal 2023.

Bestellt haben wir über einen Bekannten, der hat meinem Schwager eine ähnliche Anlage 2020 verbaut. Wir bezahlen jetzt 8.000 Euro mehr. Ist schon verrückt.

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Wobei ihr bei Rechnungsstellung 2023 ja auch vom Wegfall der Mwst. betroffen sein müsstet.

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Gerade gesehen, dass wir ja einen eigenen Thread haben, daher verlagere ich das mal daher.

Habe Lars Beitrag zum Anlass genommen, nochmal nach BKW zu suchen und habe ein ganz gutes Angebot auf Amazon gefunden. 2 x 500W Module, 800W Growatt Wechselrichter, knapp 250 Euro. Gut aufgestellt hat man das Geld nach einem Jahr wieder drin (diesmal wirklich).

Was ich mich frage: Muss ich für ein Gartenhaus wirklich ein extra Montagepaket kaufen? Da kann ich doch einfach ein paar Latten aufs Dach dengeln und die Module drauf setzen, oder nicht? Klar, Winkel dann vielleicht ein paar Grad abweichend von optimal, aber besser als nix?

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Wird der Strom da schon gespeichert?

Nein, dafür brauchst du noch ein Speichermodul. Die Frage ist ob das bei zwei Modulen überhaupt Sinn macht.

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Wenn du die ordentlich festdengelst, dann geht das auf der eigenen Gartenhütte sicherlich auch ohne extra Montagepaket.
Bezüglich dem Winkel gibt es gute Übersichtsgrafiken:

Bei meinen Überlegungen wäre ein kleiner Speicher von grob ~2kWh bei zwei Modulen auf lange Sicht zumindest kein Verlustgeschäft.
Hier gibt es einen guten Solarstom-Rechner, bei dem man schauen kann was einem wie viel einbringt und wann sich welche Konfiguration lohnt:

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Ahja, da wollte ich noch Antworten.

Nicht. Die 8kWp sind ohne Speicher. Wenn ich mir das Setup zusammenstelle lande ich am Ende wohlwollend bei 4k Materialeinsatz. Ich kann doch nicht ernsthaft jemandem für 1.5 Tage Arbeitszeit (oder weniger) 6000EUR zahlen. Selbst mit Speicher wäre das kein gutes Angebot. Nur weil es viele noch schlechtere Angebote gibt macht es das ja nicht zu nem guten Angebot.

Habe mir jetzt selbst eine Anlage zusammengestellt. Mit 10.9kWp, da komme ich unterm Strich auf Materialkosten von 4.5k.
Habe über MyHammer angefragt. Auuh da kommen Angebote von 2900EUR. Nur Modul-Montage. Keine Elektrik, keine Anmeldung. Die kommen um 10Uhr und sind Mittags fertig. Glaube solche Leute gehen einen Tag die Woche arbeiten und vier Tage Faulenzen sie und lachen sich schlapp. Es hat ja schon einen Grund warum so viele Solarteure eigentlich Maler oder sonstiges sind.

Ja, ich bin der geizige Dagobert. Und bald kletter ich selbst aufs Dach :smiley:

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Überschreite ich eigentlich irgendwelche Grenzen, wenn ich neben dem kleinen BKW am Hausstrom noch ein zusätzliches als Stromquelle für ein eigenständiges Stromsystem im Garten nutzen würde?

Noch würde sich das sicherlich nicht lohnen bzw. ich muss erstmal den Bedarf für die dortigen Geräte ausrechnen, aber gerade für Sommer dann Rasenmäher, Automationen, Beleuchtungen und Co. auf diese Art und Weise zu versorgen, hätte durchaus seinen Reiz.

Wahrscheinlich nicht. Du darfst halt pro Wechselrichter maximal 800W erzeugen und pro Stromkreis nur einen anschließen. In einem weiteren Stromkreis wäre somit ein weiterer Wechselrichter kein Problem.

Allerdings glaube ich nicht, dass du das mit deinem Garten sinnvoll nutzen kannst. Der Rasenmäher lädt wahrscheinlich nur mit einer niedrigen bis mittleren zweistelligen Wattzahl und ausgiebige Beleuchtung hast du meist auch nicht in den Sonnenstunden an. Okay, vielleicht hast du ein paar Server im Garten, die in den Mittagsstunden automatisch ein paar Bitcoins schürfen, aber ansonsten? Mit Speicher sähe das theoretisch natürlich nochmal anders aus. Aber wäre die Kosten-Nutzen-Rechnung wohl verehrend.

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Autarke Insellösungen sind für den Netzbetreiber uninteressant und müssen auch nicht angezeigt werden. Am Ende geht es ja nur um die Netzlast und wenn die Gartenhaus-Anlage gar nicht mit dem Hausnetz (und damit Betreibernetz) verbunden ist, belastet sie es auch nicht.

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Danke für eure Antworten.

Aktuell würde sich das absolut gar nicht rechnen, vermutlich würde aus Sicht der Nutzung sogar noch ein Zwischenspeicher Sinn ergeben, damit Beleuchtungen und Co. später am Tage genutzt werden könnten - ein Akku würde das Thema also finanziell noch absurder machen.

Das war nur einfach mal ein Thema bei einem anderen Gartenprojekt, bei dem (auch) die fehlende Energieversorgung an einer entfernten Ecke im Garten eine Herausforderung war. Letzten Endes ist so ein (halb-) oberirdisch verlegtes Kabel jetzt auch nicht das visuelle Problem im Gegensatz zu zwei so großen schwarzen Scheiben (plus Zubehör :smile:).

Ja mei, aber es ist ja nix Neues, dass die Firmen für die Geräte deutlich mehr bezahlen als man selbst über Amazon. Ich habe auch mal ne Pumpe in ner Hebeanlage tauschen lassen, die war in der Rechnung mit 50% Aufschlag angegeben im Vergleich zum billigsten Preis, den ich im Internet gefunden habe. Auf Nachfrage sagte man mir, das sei halt der Preis, den der Zulieferer aufrufe.

Ist das doofe Abzocke? Definitiv, mindestens einer stockt sich hier die Marge auf. Ist es absolut gängige Praxis. Auf jeden Fall.

Will heißen. Wenn du es selbst machen kannst, mach das, du wirst deutlich günstiger weggkommen. Aber die Differenz zwischen dem Selbstkauf der Komponenten und dem Gesamtpreis des Angebots ist auch nicht der Preis für die Installation, da da noch andere Effekte hinzukommen.

Habe es jetzt mal über Kleinanzeigen probiert. Nach 12h haben sich 11 Leute bei mir gemeldet. Mittlerweile unterbieten die sich wie wild

Meine Rechnung sieht momentan ganz grob so aus:
Material 3000EUR
Unterkonstruktion 1500EUR
DC-Montage 1500EUR (Festpreis)
Elektrik/Anmeldung noch unklar, würde ich konservativ mit 1000EUR ansetzen

Das wären 7000EUR für ca. 11kWp (640EUR/kWp). So langsam kommen wir in Regionen wo es für alle fair ist :bart:

Das ist mir klar. Ist bei der KfZ-Hersteller-Werkstatt und freien Werkstätten ja auch so.

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Der Kollege ist seit heute Morgen in Betrieb. Habe wirklich die einfachste DIY Lösung genommen und einfach zwei Holzlatten einmal längs über die Dachseite geschraubt und da dann das Panel drauf gedengelt. Hält bombenfest und da es nicht angewinkelt steht, sondern parallel zum Dachverlauf, dürfte es auch nicht allzu große Fläche für Wind bieten. Dazu sauber ein Loch in die Wand des Gartenhauses für Kabelführung, Wechselrichter innen montiert, alles blitzsauber. Das erste DIY Projekt, was wirklich von A-Z lief, wie ich es mir vorgestellt habe. Keine Fahrt zum Baumarkt, kein neues Werkzeug, keine komischen Improvisationen weil irgendwas plötzlich unvorhergesehen war. Hat einfach geklappt.

Obwohl jetzt erstmal nur eins der beiden 500W Module (für das zweite wird der Standort noch ausdiskutiert) und das auch noch ohne besondere Optimierung des Aufstellwinkels in Betrieb ist und ich heute nur gut 3 Stunden wirklichen Sonnenschein hier hatte, hat das Ding schon 1,2 kwH ausgespuckt, was ich wirklich beachtlich finde. Mit dem zweiten Modul und ganztägiger Sommersonne dürfte der Wechselrichter öfter mal an seine 800W Grenze kommen.

Habe dann noch festgestellt, dass unserer Gemeinde Balkonsolar fördert. 100 Euro pauschal pro Anlage (das stammt wohl aus Zeiten, wo die Dinger noch 600 Euro gekostet haben). Jetzt hat mich das ganze Teil inkl. Holz und Schrauben für die Unterkonstruktion und ein 25m Kabel damit ich zur nächsten Steckdose komme quasi nur 200 Euro gekostet, was ich dieses Jahr locker schon wieder rein hole. Und gratis obendrauf eine weitere App, die ich 16 Mal am Tag öffnen kann, um mir irgendwelche Werte anzuschauen :sabber:. Geile Anschaffung.

Ich weiß auch nicht warum die eine Wand rot ist. Herrin der Farben ist hier meine Frau, was man auch gut an der Qualität der Malerarbeiten auf dem Dach erkennen kann.

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