Finanzen im Allgemeinen (Corona, Inflation, wie, wo was am besten anlegen)

Nachdem wir ja schon einen speziellen Thread für ETF haben, fehlt mir irgendwie noch so ein allgemeiner Thread.

Wie schauts bei euch aus?
Macht ihr euch aktuell Sorgen um eures Bares?
Droht eine Inflation wegen Corona?

Aktuell habe ich den Großteil auf „Sparbuch/Tagesgeld“ liegen. Gerade bin ich dabei so 1/4 in ETF zu investieren. Bei dem Rest bin ich planlos. Klar, Immobilien wären sinnvoll… Aber da ist gerade die Situation noch unklar (Kinder ja/nein usw.), als Vermieter aufzutreten keine Lust drauf. Deswegen würde ich gerne die 3/4 als Reserve weiterhin schnell (sofort bis 1 Jahr) verfügbar haben.

Gibts da abgesehen von Immobilien/Gold noch irgendwas sinnvolles, wo man sein Geld vor einer evtl. Inflation „schützen“ kann? Oder die Panik unbegründet vor einer „Hyperinflation“? Liest man halt derzeit immer öfters in den Medien.

Glück gehabt, dass es diesen Thread schon gibt.

Ich gehöre zu den Menschen, die grundsätzlich ihr Geld irgendwo auf einem Sparbuch versauern lassen, oder in Strümpfen und Matratzen verstecken. Andererseits möchte ich nun doch einen Teil meiner Rücklagen in irgendeiner Art und Weise anlegen, bin diesbezüglich aber völlig unwissend.
Gibt es Vorschläge, wie man das am besten angeht, und vor allem wo? Ich bin kein Zocker, möchte auch kein großes Risiko eingehen, bin mir natürlich auch bewusst, dass dann keine übermäßigen Gewinne eingefahren wird. Aber vielleicht kann ich irgendwo ein wenig mehr rausholen, als die nicht vorhandenen Zinsen auf meinem Sparbuch.

da ich zu risikobewusst bin, habe ich leider meine ersparnisse größtenteils in einzeltitel gepackt, die eigentlich alle im minus sind.
Und entgegen meiner Empfehlung eben nur zu minimalen teilen (sprich im Sparplan) in ETFs.
Hier habe ich diese drei ETFs, die ich bespare:

Und mein absoluter favourite:

Hätte dich da mal alle kohle rein gelegt :-(

1 „Gefällt mir“

Wenig Risiko, aber mehr als Solides Produkt, klingt nach Allin bei Apple.

„Risikofreudig“ meinst du, oder?

Ich würde es auch mit einem Standard-ETF versuchen. Auf den MSCI World (gibts von allen großen ETF-Anbietern, einfach mal schauen, wer bei deiner Bank geringe Kosten hat). Einmalbeitrag jetzt und dann monatliche Sparrate. Kannst du mittlerweile bei jedem halbwegs vernünftigen Onlinebanking selbst einrichten.

1 „Gefällt mir“

Habe gerade versucht, mich diesbezüglich ein wenig zu belesen. Aber wenn man als absoluter Noob an die Sache ran geht, ist es schwer nachzuvollziehen und braucht wohl einige Zeit, bis man auch nur ansatzweise ein Gespür dafür hat. Daher weiß ich nicht, ob das wirklich was für mich ist.

So viele Möglichkeiten gibt es dann halt auch nicht mehr, wenn du dein Geld nicht von der Inflation auffressen lassen willst. Mit dem MSCI World ETF fährst du da eigentlich ganz gut und kriegst im Schnitt deine 10% Rendite pro Jahr (mal mehr mal weniger natürlich, je nach Weltlage). Auf lange Sicht aber eigentlich ein Nobrainer, um die Inflation auszugleichen reicht es allemal.

2 „Gefällt mir“

Ich bin da etwas oldschool

1 bis 2 Netto Monatsgehälter plus geplante Investitionen eines Jahres auf dem Konto
3 bis 10 Jahre Horizont in Fonds, je länger umso mehr Aktienanteil. Monatliches sparen hilft, um Kurrschwankungen mitzunehmen
10 Jahre plus Aktien

Aktuell sieht es eher so aus, dass wir fürs Alter mit maximalem Aktienanteil sparen und den Rest ausgeben. :ronaldo:

1 „Gefällt mir“

Ich hab auch gerne 1-2 Gehälter auf der Kasse, nebenbei zwei Fonds bei der Bank laufen, die eher langfristig ausgelegt sind, in regelmäßigen Abständen kommen dann Auszahlungen von einer Uralt Unfallversicherung und irgendwann die LV plus 1.5k an Gold Zuhause für alle Fälle. Mir fehlt dennoch irgendwie auch noch was ETF / Aktien mäßiges für „zwischendurch“ was ich evtl. nicht über die Bank laufen lasse.

1 „Gefällt mir“

Sind damit ETFs gemeint oder was für Fonds? Und falls etwas anderes gemeint ist, was ist dann aus Risiko- und Renditesicht der Unterschied zum ETF?

Habe mittlerweile schon einen Großteil in ETFs gepackt, mir fällt aber sonst auch irgendwie keine sinnvolle Alternative ein. Irgendwie will ich aber trotzdem nicht alles dort reinpacken, obwohl ich nichtmal so wirklich weiß was dagegen spricht. Wüsste zumindest nicht wofür ich plötzlich nen fünfstelligen Betrag etc. bräuchte, den ich dann irgendwo komplett risikolos (aber dafür auch mit schlechter bis negativer Rendite) vorhalten müsste. :ka: Zur Not wird der Sparplan dann mal runtergesetzt. Oder wenns wirklich ultra dringend ist könnte man immer noch nen kleinen Kredit aufnehmen. Geld kostet im Moment ja nix.

Würde aktuell nur so 2-3 Nettomonatsgehälter vorhalten, der Rest geht in ETFs und vielleicht noch ein etwas kleinerer, verschmerzbarer Betrag zum Zocken in Einzelaktien oder Crypto vielleicht.

1 „Gefällt mir“

Scroll mal bei Youtube den Chanel von „Finanztip“ durch, da gibt es ein paar informative Videos zu dem Thema. :up:

1 „Gefällt mir“

und

https://justetf.com

dann geht das schon recht easy.

Edit: finanzfluss.de fand ich auch noch ganz erträglich und hilfreich.

2 „Gefällt mir“

Was spricht denn dagegen, außer Tagesgeld für Notgroschen eben nur einen ETF zu besparen? FOMO?

Wenn du genug übrig hast, warum nicht auch mal eine Immobilie?

Ich hab derzeit den Großteil in Arero und MSCI World, aber 10% lasse ich immer für Blödsinn übrig. Der Blödsinn hat renditeseitig letztes Jahr natürlich die Sparpläne satt übertroffen, aber das ist vermutlich mehr Glück und Momentaufnahme.

1 „Gefällt mir“

Finde ich gut. Der Anlagehoriziont und das eigene Risikoprofil sind entscheidend.

ja, natürlich!!! facepalm. sorry

Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Blockchain und Kryptocurrencies

Sondertilgung vs Geldanlage:

Es ist natürlich wieder eine Wette auf Zeit, aber gebe ich jetzt lieber Kohle in die Sondertilgung meines Darlehens oder parke ich das Geld lieber in (sicheren-?) Geldanlagen?

Meiner Berechnung nach verringern sich bei meinem Darlehen die Gesamtkosten um rund 4.000 EUR, wenn ich nun bspw. 5.000 EUR in Jahr 9 des 30-jährigen Darlehens investiere.

Klingt für mich plump nach „Investition von 5.000 EUR auf 21 Jahre mit einem Gewinn von 4.000 EUR“

Denke ich dabei jetzt an Zinseszins einer Geldanlage, klingt dies nun erstmal mit diesen absoluten Zahlen nicht sonderlich ertragreich. Oder rechne ich da auch irgendwas falsch?!

Edit: BWL Grundkurs ist schon bisschen her, es ruckelt gerade also noch ein wenig. Hm, sind’s am Ende 5-6% Rendite auf dem Zeitraum? Klingt dann doch nicht ganz soo doof :thinking:

Was ist denn der Zins des Kredits und wie lange Zinsgarantie?

Du kannst dich ja mal fragen ob du, wenn deine Bude schon abbezahlt wäre, du sie beleihen würdest um Geld in eine Geldanlage zu stecken?

Ich persönlich bin eher der Meinung: Die Bank will ihre Kohle haben, egal wie die Aktien stehen, ob du dich von deiner Frau trennst, du arbeitslos wirst, etc. Andere sind womöglich risikofreudiger.

Das ist auch gerade so der zweite Punkt. Die Zinsgarantie ist auf 2,34% noch bis 2024 festgeschrieben, daraufhin geht es dann um die Anschlussfinanzierung.

Wir überlegen auch ob wir dann wieder mehr Geld aufnehmen wollen, um weitere Projekte am Haus zu realisieren - letzten Endes geht es lt. Anbieter wohl problemlos die Differenz von Restschuld und Grundschuld-Eintragung wieder aufzunehmen. Also 5.000 EUR jetzt reinschießen hieße in ca zwei Jahren 5.000 EUR mehr Kredit aufnehmen können (ich denke die Einsparungen in dem Zeitraum lassen sich vernachlässigen).

Für die Kürze der Zeit wäre mir natürlich „mehr Eigenkapital“ lieber, als verzinstes Fremdkapital aufzunehmen :thinking:

Nebenbei steht aber auch noch eine Grundschuldübertragung aus einem anderen Darlehen für unser Haus an und wir überlegen diesen Betrag einfach größer eintragen zu lassen, genau für diesen Spielraum. Oder sehe ich da ein offensichtliches Problem nicht?!