Euro 2024 - Euro dahoam

Das Problem ist, dass in der Szene die Regeln einfach mal korrekt angewendet worden. Das scheint ja viele Experten zu verwirren.

Im Mittelfeld, wenn Kane gerade einen Pass gespielt hätte, gäbe es da gar keine Diskussion. Gelb und Foul.

Nur weil der Ball jetzt (immer noch im Spiel befindend) in Richtung Tribüne unterwegs war sollen plötzlich andere Regeln gelten? :ka:

Ich hab übrigens auch die Meinung, dass die Regeln beim Spanien-Handspiel korrekt angewendet worden sind: Die Vergrößerung der Körperfläche war nicht unnatürlich sondern der Bewegung geschuldet, außerdem kriegt der das Ding doch nie im Leben aus der kurzen Distanz absichtlich abgewehrt. Das Problem ist viel mehr, dass in so vielen anderen Situationen fälschlicherweise auf absichtliches Handspiel entschieden wird, dass man sich nun richtig verarscht fühlt.

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Wenn direkt aus dieser Fehlentscheidung ein Tor fällt, dann hat das eben durchaus Einfluss. Österreich hat sich ja genauso beschwert, als das Tor von Frankreich aus einer Fehlentscheidung (kein Eckball) entstanden ist. Das ist genauso wie bei Fehler von Spieler. Das ganze Spiel besteht aus Fehler. Verliert Emre Can nach 10 Sekunden gegen Spanien den Ball und wir kassieren ein Tor, dann würde man heute noch darüber diskutieren. Bekommt Spanien eine gute Chance, dann wird es 2-3 mal aufgegriffen. Verstolpern die Spanier direkt im Anschluss ist die Aktion von Can nach 5 Minuten vergessen.

Das daraus ein Tor fällt macht die Leistung von Zwayer nicht schlechter, aber ärgerlich für Holland bleibt es natürlich trotzdem.

Können wir jetzt bitte aufhören so zu tun als wäre Felix Zwayer nicht unfehlbar?

Bei einem Fehlerhaften Eckball, aus dem direkt ein Tor fällt, kann ich noch eine Gewisse Unmittelbarkeit ableiten. Aber wegen einem fälschlicherweise gegebenen Stürmerfoul, wo der Gegner dann einen Freistoß in der eigenen Hälfte bekommt und man alle Zeit und Chancen der Welt hat, das weg zu verteidigen? Den Schuh zieh ich mir als Schiri nicht an, dass ich da irgendwas mit dem Gegentor zu tun habe.

Es war ja nicht so, dass Frankreich einen Eckball bekommen hat. Österreich hatte ihn bekommen müssen, gab aber Abstoss für Frankreich. Und daraus ist das Tor gefallen.

Also hat Frankreich fälschlicherweise 95 Meter vor dem Österreichischen Tor Ballbesitz zugesprochen bekommen. Das ist ja kein Football wo jeder Ballbesitz super wichtig ist. Der Ballbesitz wechselt hunderte Male im Spiel, da ist die Auswirkung wenn ein Team eine zusätzliche Ballbesitzphase erhält, noch dazu so weit vom gegnerischen Tor weg, einfach so gering, dass ich das dem Schiri nicht ankreiden kann. Natürlich ist das eine falsche Entscheidung, aber hier die Brücke zum Verschulden eines Gegentors zu schlagen ist mir zu viel.

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Prinzipiell bin ich da ja bei dir. Auch Holland hat sich das Gegentor selber zuzuschreiben. Aber so zu tun als ob es überhaupt kein Einfluss hat ist meiner Meinung nach auch nicht richtig. Denn wenn eine Mannschaft sich den Ball mit einem Foul am eigenen 16er erobert und aus dieser Situation fällt eine Minute später ein Tor, dann schaut der Schiri es sich an und korrigiert die Entscheidung. Wenn der Ballbesitz aber wechselt, weil der Schiri auf Foul entscheidet, obwohl es kein Foul war, dann wird das nachträglich nicht korrigiert. Bei ersterem könnte man ja genauso sagen, dass so ein Ballverlust 90m vor dem Tor keinen Einfluss hat. Hat der Schiri dann eben falsch gesehen.

Zum Elfer: Das, was @KevMcFly sagt. Im Mittelfeld wird so ein Ding m. E. anders geahndet.

Gelebte Praxis ist (meines Empfindens nach), dass Fouls im Strafraum nicht mehr gepfiffen werden, sofern der Angreifer zuvor zum (unveränderten) Torabschluss kommt und der Ball ins Netz oder Aus geht. Wie ich jetzt lernen musste, ist dies jedoch nicht regelkonform.

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Ich denke das ist auch bewusst so gemacht von den Verbänden und den Schiris da keine klare Linie zu fahren. Denn so kann man am Ende ja jede Entscheidung rechtfertigen. Beispiel:

Handpsiel Cucurella: Ja, die Regel sgat eindeutig das ist kein Elfer.
Foul an Füllkrug: Jaja, nach Regeln ist das Trikot ziehen natürlich klar ein Elfer, aber er kommt ja zum Abschluss und der VAR muss nicht eingreifen weil der Schiri hats gesehen und sagt aber das war kein Foul.

Letztens gab es doch mal ne Diskussion hier zur 6Sek. Ball festhalten Regel der Tormänner. Da hieß es am Ende ja auch: Klar, die Regel ist eindeutig, aber das pfeift ja keiner ab. Also egal ob der Schiri es pfeift oder nicht. Entscheidung ist immer richtig.

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Ist ja auch irgendwie sonst ein Freibrief in Folge eines durchgeführten Schusses den Stürmer nochmal ordentlich abzuräumen - schließlich kam er ja zum Abschluss.

Du meinst das ist wie bei unserem Sheriff aus Hesel?

Die Regeln sind da, aber letzten Endes kommt der Schiedsrichter eh nicht hinterher und ist einfach froh, dass die Leute sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen!? :slight_smile:

Was man bezüglich England einfach positiv erwähnen muss, ist das „Leverkusengen“. Die sind sofort in der Lage ein Tor zu schießen, nachdem sie in Rückstand geraten sind und auch gestern habe ich, während des Spiels, keine Sekunde dran geglaubt, dass England das verkackt. Selbstbewusst sind sie, wohl zurecht, vor allem durch die Tore auf den letzten Drücker im Leverkusenstil.

Damals sagten wir noch „Siegeswille“ dazu, jetzt ist es nach einer tollen Saison einer Mannschaft schon ein generelles Gen.

Jetzt kann man nicht mal mehr den Witz machen, dass sie dann auf jeden Fall Zweiter werden… :grummel:

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In Deutschland war es vor allem lange Teil des „Bayern Dusel“.

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Und ich überlege die ganze Zeit, was das sein soll, dieses Leverku-Sengen…

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:ka:

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Leverkusengenland.

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Inspektor Südtor und sein amüsierter Kollege im Hintergrund auch eines der urigen Highlights abseits des Spielfelds.

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