Also bei 11kWh „musst“ du einen Speicher haben.
Du pflasterst dir doch nicht das Dach voll, damit du dann den Strom für läppische 7 Cent verkaufst. So eine Anlage macht dann Sinn, wenn du deinen eigenen Verbrauch möglichst umfangreich abdeckst und nur wenig Strom für ~26Cent/kwh kaufen musst.
Für den Eigenbedarf im Laufe des Tages hätte dir sonst auch ein 800W-Balkonkraftwerk mehr als gereicht.
Mag deine Frau Snoopy?
War auch erst mein Gedanke, aber bei Wärmepumpe und E-Auto (?) kann der Eigenverbrauch auch ohne Speicher hoch genug sein.
Bei uns hat es der Netzbetreiber übrigens in 3 Monaten immer noch nicht geschafft, einen Termin bei uns zu machen. Bislang läuft dein PV-Strom also nur gegen den Haushaltsstrom, der Rest muss eingespeist werden. Ich hoffe die bekommen das bald mal auf die Reihe.
Aber selbst dann…Das potentielle E-Auto wird wahrscheinlich auch nicht jeden Tag komplett neu aufgeladen werden müssen und die Wärmepumpe läuft im Sommer tagsüber wahrscheinlich auch nicht dauerhaft auf Hochtouren.
Was grob 4kwh pro Tag wären. Wie wäre es denn mit einem kleinen ~4kwh Speicher für auch nur die Hälfte des Preises? Rechne dir das mal durch. Dann kannst du damit deinen Verbrauch in den Randstunden sehr gut abdecken und müsstest deutlich weniger Strom verscherbeln. Ich bin mir recht sicher, dass sich das für dich dann doch lohnen würde.
Gibt auch modulare Speicher. Da könntest du dann auch später bei Bedarf noch ein paar kwh aufstocken.
Irgendwie sind deine Annahmen etwas sehr simpel. Du kannst ja nicht 1500kWh/365 = 4kWh rechnen. Das verkennt, dass 3 Monate im Winter gar kein PV-Überschuss generiert wird, die Verbraucher saugen alles direkt weg und der Speicher lädt nie auf. Und in den sonnenreichen Monaten ist jederzeit so viel PV-Energie vorhanden, da ist der Speicher jederzeit randvoll und bringt nur was um die Grundlast in der Nacht zu decken. Rechnen wir 300W Grundlast (reale Messung) von 20Uhr - 6Uhr sind das 3kWh (=0.45€). Da kommt der Speicher nicht mal in die Situation, dass er sich voll entlädt. Richtig gut wird es nur in der Übergangszeit wo der Speicher trotzt Verbrauch tagsüber voll lädt und Nachts durch die Wärmepumpe leer gesaugt wird.
Das sieht man sehr schön in der Simulation:
- Mai - September: Speicher nur bei der nächtlichen Grundlast helfen.
- Nov - Feb: Speicher lädt nicht weil kein Überschuss da.
- März und Okt: Speicher gut!
E-Auto lasse ich mal außen vor. Es stünde zwar oft auch mittags vor der Tür aber zum einen ist mein Hof zu klein um es permanent an die Wallbox zu hängen und zum anderen lade ich aktuell umsonst auf der Arbeit. Von daher ist Überschussladen zwar nett aber eher eine Spielerei.
Mir kommt es hier auch rein auf die wirtschaftliche Betrachtung an. Ob die erzeugte Energie bei mir oder meinem Nachbar ohne PV verbraucht wird ist am Ende egal. Natürlich ist es grundsätzlich gut den Eigenverbrauch möglichst abzudecken, aber ich habe ja vorgerechnet, dass mich eine kWh die über den Speicher fliest nur 15.5ct Brutto bzw. 10ct Netto bringt. Und simuliert habe ich es ja auch. Und das sieht einfach nicht gut aus.
Der einzige Grund warum ich gerade grübel ist die aktuelle Regierung und “Elektriker ist eh da, später nachrüsten kostet extra”. Fairerweise muss man sagen, dass ich einen Sungrow Wechselrichter gewählt habe der sehr günstig ist, dafür ist der Speicher teurer. Wenn man die Gesamtinvestition berücksichtigt relaxiert sich das ein wenig.
Aber sind unterm Strich schon nochmal 2500EUR extra Investition wenn ich nen kleinen Speicher nehme.
Hat denn hier jemand zufällig PV + Speicher und kann mal realistisch berichten wie viele Lade/Entlade-Zyklen im Jahr realistisch sind? Am besten mit 12kWp Ost-West Anlage ![]()
Ich finde es faszinierend, wie sehr du dich damit auseinandersetzt, Details prüfst, die Kosten vergleichst und den Aufwand betreibst, das alles zu dokumentieren. Ich stelle uns bei so einem Projekt vor (was nicht geplant ist)
“Schreib denen mal, die sollen da alles machen”
”Ja aber die sind vielleicht teurer als andere und am Ende amortisiert sich das erst in 30 Jahren”
”Egal dann ist es gemacht”
”OK der Auftrag steht”
Wir haben genau dieses Setup. Allerdings wie gesagt noch kein wirklicher Erfahrungsbericht, da der Netzbetreiber es nicht auf die Reihe bekommt und aktuell nur der Haushaltsstrom (nicht WP) reduziert wird und der Rest eingespeist.
Im letzten sehr sonnigen letzten Monat waren wir früh morgens meist bei ca. 40%-60% Speicher und spätestens gegen 12:00 wieder bei 100%. Mit WP sieht das sicherlich anders aus, gerade an kalten Tagen. Ich kann dann gerne mal berichten (in 4 Monaten oder so
).
Der Speicher hat aber gerade vor der Zeitumstellung für die Abendstunden schon gefühlt sehr viel gebracht. Der Effekt wird im Sommer sicherlich weniger, da ja länger Strom produziert wird.
Wie ist das eigentlich mit dem Akkuverschleiß? Was ist da ein Richtwert? „Wie gut“ ist der Speicher nach 10 Jahren noch?
Wir haben 9 kWp in südlicher Ausrichtung und ich habe letztes Jahr ca. 2000kWh in den 5kW Speicher geschoben.
2000kWh * (0.28€ was ich sonst aus dem Netz zahle - 0.08€ Einspeisung) = 400€ gespart.
Das Problem für mich war die Volatilität der Annahmen. Who knows was mit der Einspeisevergütung geschieht. Who knows was der Strompreis in 5 Jahren macht. Who knows ob wir in 5 Jahren ein E-Auto kaufen, das dann bereits bidirektional lädt. Kleine Änderungen bei den Annahmen machen schnell den Unterschied, ob die „Payback-Period“ 6 Jahre ist oder 14. Und eine Einspeisevergütung fällt schnell weg und der Strompreis geht schnell mal wieder hoch und zack, sieht die Rechnung halt einfach ganz anders aus.
Entsprechend sind die ganzen Kalkulationen ja schön und gut, aber nach etwas Excel-Spielerei hab ich dann für mich einfach festgestellt, dass das alles extrem vage ist, gerade weil man viele Jahre in die Zukunft glaskugeln muss und wir haben uns dann heuristisch für mehr Autarkie entschieden.
Ich kann auch etwas von unserer Anlage berichten
16kWP - 39 Module - 9,2kW Speicher
Solaredge inkl. Optimierer, d.h. ich kann jedes einzelne Modul separat betrachten und jedes Modul arbeitet unabhängig von der Versachattung anderer Module
- 12 nach Süden - 30 Grad Neigung - davon 2 morgens bzw. abends leicht verdeckt durch die Gaube
- 15 nach Norden - 30 Grad Neigung
- 6 nach Westen - 10 Grad Neigung - auf der Gaube
- 4 nach Osten - 10 Grad Neigung - auf der Gaube
Zahlen aus 2025 (2-Familienhaus)
- Erzeugung 15,4 kWh
- Verbrauch 6,8 kWh
- Netzbezug 1,02 kWh
- Netzeinspeisung 9,6 kWh
- Autarkiegrad ca. 85% (Mitte März bis Mitte September quasi 100%)
Jetzt die Frage von oben, lohnt sich ein Speicher:
Verbrauch
- Solar (Direktverbrauch): 48%
- Speicher: 38%
- Netz: 14%
Nächster Schritt. Wallbox mit E-Auto um weniger einzuspeisen und mehr selber zu verbrauchen
Ich habe noch viiiel mehr Statistiken falls Bedarf besteht. Ob sich ein Speicher rechnet? Gute Frage, ich würde sagen ja ohne es komplett durchgerechnet zu haben.
EDIT: Und die immer wiederkehrende Frage: Lohnt sich Nordseite: JA! Die Module kosten fast nichts und machen über das Jahr hinweg 65% eines Südseiten-Moduls. Und gerade im Winter wenn wenig Licht runterkommt dann bringen die nahezu die selbe Leistung.
So ist es bei mir auch. Ich habe seit Dezember eine 13kw Anlage auf dem Dach (Ost-, West- und Süd-Ausrichtung). Speicher ist natürlich auch vorhanden. Sobald die Sonne ein wenig scheint, lädt der Speicher relativ schnell voll. Wenn das alles so stimmt was in meiner App steht, haben wir seit Dezember so gut wie keinen Strom aus dem Netz geholt.
Einen richtigen Verbraucher haben wir aber in dem Sinn noch nicht. Ich habe das mit der PV-Anlage auch gemacht mit Hinblick auf eine mögliche Wärmepumpe/E-Auto.
Unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden das jetzt schon gemacht zu haben. Ich habe eine Anlage von Senec (Tochter Netze BW).
Ja, verstehe ich. Muss ja auch nicht jeder machen, mich interssieren solche Zusammenhänge einfach. Aber auch wenn mich etwas nicht interessiert finde ich es befremdlich wenn Menschen 10.000EUR - 20.000EUR ausgeben und es ihnen egal ist ob sie dabei 5000EUR verschenken. Wäre schön wenn es mir egal wäre, aber so viel Geld hab ich nicht.
Ja, fair. Ich sehe auch, dass es relativ volatil ist. Es ist ja auch nicht jedes Sonnenjahr gleich. Aber Einspeisevergütung ist z.B. 20 Jahre fix. Da kann grundsätzlich erstmal niemand was dran machen. Ich finde trotzdem, dass es hilft ein Gefühl für die Sache zu bekommen.
Normalerweise wird das in Ladezyklen angegeben. Aber ist halt schwammig, da letztlich ja einfach die Kapazität runter geht. Hier z.B. eine Beschreibung vom Sungrow Speicher.
Allgemein haben PV-Speicher eine Lebensdauer von etwa 4.000 bis 5.000 Ladezyklen. Für den SBR096 gibt der Hersteller eine Garantie von 10 Jahren oder einen Energiedurchsatz von etwa 25.000 kWh bis zu einer verbleibenden nutzbaren Kapazität von 80 % an, je nachdem, was zuerst eintritt. Dies entspricht ungefähr 2.600 vollständigen Ladezyklen.
Das bei euch Nasen ohne Wärmepumpe oder E-Auto der Speicher um 10Uhr immer voll ist ist ja klar. Wartet mal bis die Dinger euch die Generatorleistung direkt weg lutschen ![]()
Aber ich hole mir jetzt halt noch so einen kleinen Speicher für teuer Geld. Ihr Schweine.
Vielleicht nochmal ganz hilfreich:
Am 26.1. wurde die Photovoltaikanlage in Betrieb genommen und am 2.3. dann der Speicher.
Netzbezug war im Februar noch relativ hoch.
Verbrauch bisher in 2026 quasi 50% direkt und 50% aus dem Speicher.
Autarkie im Januar am niedrigsten mit 53%. Danach kommen
- Dezember 56%
- November 62%
- Februar 67%
- Oktober 89%
Jan und Feb waren quasi 2025 und 2026 identisch bei der Produktion, März war etwas besser in 2026.
Generell sehr spannend andere Anlagen hier zu sehen ohne :uschwanzvergleich ![]()
Was mir gerade noch einfällt: der Speicher ist nicht nur gut für abends/nachts, sondern auch für die Stromspitzen. Ohne Speicher war es bei uns so, dass die Stromspitzen oft nicht durch die aktuelle Erzeugung gedeckt werden konnten, entweder weil zu wenig produziert wurde oder weil der Wechselrichter nicht so viel umsetzen kann, wie gebraucht wurde. In diesen letzten Situationen hatte man tatsächlich Netzbezug, obwohl mehr produziert wird, als gebraucht wird.
Auch für diese Situationen ist der Speicher toll, da er noch als zweite zusätzliche Quelle dient und auch höhere Stromspitzen mitversorgen kann.
Wir haben eigentlich ein gutes Lastprofil mit zwei Elektrofahrzeugen, die wir dann oft auch tagsüber laden, aber Fakt ist nun mal dass man mit dem Speicher die Erzeugung nur teilweise in die Verbrauchsstunden am Abend schieben kann wenn dieser nicht überdimensioniert ist. Im Winter läuft eben die Wärmepumpe oft wenn die Erzeugung gering ist und im Sommer ist die Erzeugung zu groß. Bei uns kommt jetzt noch eine Klimaanlage hinzu die sehr gut ins Sommerprofil passt. Und da die Speicher immer günstiger werden, kann es schon sein, dass wir bald mal nachrüsten, das ist modular ja jederzeit machbar. Damals hat uns ein 10 kWh Speicher noch über 5.000 € gekostet, heute ist das ja ein anderes Thema. Trotzdem bin ich zufrieden, wir sparen pro Jahr ca. 1.500-2.000€, Amortisation ist in ein paar Jahren erreicht, das System läuft ohne Probleme durch und die Autarkie von fossilen Kraftstoffen ist auch nicht verkehrt wie man gerade wieder sieht. Würde es jederzeit wieder machen, Fick dich Gas-Kathi.
Letzte Woche:
- Dienstag 8kW Hybridwechselrichter inkl. EMS geliefert (750€
) - Mittwoch 26 Module geliefert (1615€
) - Freitag Elektriker da zur Begutachtung (1895€
) - Samstag DC-Montage auf dem Dach (1680€
), Montage WR und Leitungen in Eigenleistung (0€
)
– Unterkonstruktion (1212€
)
– Kabel, Stecker, Werkzeug (17€
)
Heute:
- Elektriker 2 zur Begutachtung da (1200€
) - Überspannungsschutz (0€
)
Nächsten Tage:
- Speicher 7.1kWh gliefert (1803€
), Aufstellung in Eigenleistung
Die Unterkonstruktion und Montage ist leicht teurer geworden weil ich zunächst mit 23 Modulen geplant hatte. Dafür haben die Jungs mir alles an Kabeln und Steckern da gelassen was ich brauche ![]()
Elektriker 2 ist brauchbar. Will auch keinen separaten Überspannungsschutz. Find ich gut. Bis Ende April ist die Inbetriebnahme durch.
Ergebnis
Ohne Speicher: 6474 EUR (547 EUR/kWp)
Mit Speicher: 8277 EUR (700 EUR/kWp)



